An der Pforte zum Rheingau: Runde von Rauenthal nach Schlangenbad


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 22 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 21 Min.
Höhenmeter ca. ↑513m  ↓513m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wenn man Wiesbaden verlässt, kommt man rheinabwärts in den Rheingau und wie es sich gehört, betritt man den Rheingau durch eine Pforte: Die Rheingau-Pforte ist das Walluftal, das sich von Bärstadt aus über Schlangenbad und Rauenthal bis nach Walluf am Rhein zieht.

Ausgangspunkt unserer Rundwanderung im Naturpark Rhein-Taunus ist der Wanderparkplatz Krautacker am südlichen Ortsrand von Rauenthal. Von hier aus wandern wir vorbei am Weingut Werner zur Bubenhäuser Höhe, von der aus man einen sehr schönen Blick über den weingesäumten Rhein hat.

Wir wandern nun auch hinein in die Weinberge, kommen zum Aussichtspunkt Trieshaus und passieren dann den Gutsausschank Baiken. Hinter dem Gutsausschank nehmen wir den Wiesweg und kommen so zur Schütz-Eiche und ins Sülzbachtal.

Jetzt geht es langsam wieder bergan. Wir wandern durch Wald hinauf zum Wanderwegekreuz Grüne Bank. An der Grünen Bank halten wir uns links und wandern südlich der Dreibornsköpfe Richtung Hausen vor der Höhe. Vor dem Ortsrand geht es wieder rechts und wir wandern durch schönen Wald hinauf nach Schlangenbad.

Schlangenbad heißt nicht nur Schlangenbad. Hier gibt’s sogar Schlagen, echte Äskulapnatter. Die gute Nachricht: Diese Schlangen fühlen sich nur da wohl, wo’s richtig muckelig warm ist. Schon die Römer weilten hier und später wurde Schlangenbad das erste anerkannte Heilbad in Hessen.

Wir spazieren durch den Kurpark Schlangenbad und kommen weiter in die Craponner Anlage. Dann kommen wir auf die Mühlstraße und folgen dieser südwärts, bis wir auf Höhe des Schlangenbader Hofs wieder in den Wald abbiegen. Wir wandern zur Helmut-Wagner-Schutzhütte und kommen weiter nach Rauenthal, dem höchst gelegenen Weinbauort im Rheingau.

In Rauenthal passieren wir nicht nur einige schmucke Fachwerkbauten, sondern auch die katholische St. Antonius Kirche, die 1468-91 erbaut wurde. Schon vorher gab es eine Kapelle, von der heute noch der wehrhafte Turm erhalten ist. Das bedeutendste Kunstwerk der Kirche ist eine aus Lindenholz geschnitzte Traubenmadonna aus der Erbauungszeit. Am Ende von Rauenthal stoßen wir schließlich wieder auf den Ausgangspunkt unserer Wanderung.

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