Ahrdorf (Blankenheim)


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In einer waldreichen und ruhigen Umgebung direkt an der Ahr ist das kleine Örtchen Ahrdorf zu finden. Gegründet wurde es 970 und gehörte zum so genannten kölnischen Eifeldekanat. Auf der gegenüberliegenden Seite der Ahr verläuft die Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen und die Ahr macht flussabwärts einen hübschen Bogen. Sehenswert in Ahrdorf ist auch die im 19. Jahrhundert gebaute Bogenbrücke über die Ahr.

Seit einigen Jahren gibt es zwischen Ahrdorf und Köln einen weiteren Bezugspunkt, außer der Historie. Im ehemaligen Bahnhof Ahrdorf, der als Seminarhaus genutzt wird, probte die Kölsch-Rockband BAP für die Aufnahmen der LPs „Für usszeschnigge“ (mit dem Hit Verdamp lang her von 1981). Seit einigen Jahren finden im Bahnhof Ahrdorf regelmäßig BAP-Fan-Treffen statt.

Der Bahnhof Ahrdorf war einst Knotenpunkt zweier Bahnlinien, die aus militärischen Überlegungen heraus entstanden sind. Die Strecke von Dümpelfeld nach Lissendorf wurde 1912-73 befahren, die Strecke von Ahrdorf nach Blankenheim zwischen 1913-61. Die Gebäude stammen aus den Jahren der Bahnstreckeneröffnung und werden seit 1978 als Tagungsräume genutzt. Dabei entgehen dem Gast die Bahnhofdetails natürlich nicht, wie das Schild über der Tür oder der Fahrkarten- und Gepäckschalter.

Möchte man ein historischeres Gotteshaus in Augenschein nehmen, findet man die St. Hubertus Kapelle in Ahrdorf mit Ursprüngen im 11. oder 12. Jahrhundert. Bei Renovierungsarbeiten fand man Wandmalereien, genannt „Die vier Marschälle von Ahrdorf“, aber das ist nur eine Vermutung, dass es sich bei der Darstellung um die Beamte am Hofe Gottes aus der Mitte des 15. Jahrhunderts handeln könnte. Die Malerei wurde erst mal so belassen wie sie ist, da eine Restaurierung nicht gegen Portokasse zu haben ist.

Gleich gegenüber von Ahrdorf im Ahrbogen gelegen ist Dorsel, das zu Adenau zählt und ebenfalls zum Herzogtum Aremberg gehörte und wie Lommersdorf sowie Umgebung durch den Abbau von Eisenerz gekennzeichnet war. Der Wohnplatz Stahlhütte war vom 17. Jahrhundert bis 1870 Standort einer Eisenhütte. Geprägt wird das Bild von Dorsel durch die Pfarrkirche St. Sebastian mit Wurzeln im 14. Jahrhundert. Der mittelalterliche Turm hat durch seine 2m dicken Mauern durchaus etwas Wehrhaftes. Das Kirchenschiff wurde im 20. Jahrhundert erneuert. Am Lauf der Ahr findet sich die Dorseler Mühle.


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