Stille im Buchenwald (Eifelschleife bei Dollendorf)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑485m  ↓485m
Eifelschleife Dollendorf Wegzeichen Markierung Beschilderung

Manche Orte lassen gleich Bilder aufploppen. Diese Stille in diesem Buchenwald meint den dichten und schönen Buchenwald bei Dollendorf der Gemeinde Blankenheim, mit den ortsumgebenden Naturschutzgebieten Lampertstal und Alendorfer Kalktriften.

Ebenfalls im Beritt unserer Wanderung liegen das Naturschutzgebiet Obere Ahr und Mühlheimer Bach und das Naturschutzgebiet Michelsbach, Ahbach und Aulbach. Die Namen der Gebiete sind noch länger, grenzen aneinander, verteilen sich und bilden ein Netzwerk für Tiere und Pflanzen, die, lediglich durch Menschen gestört, durch die Schutzzonen fliegen, rennen und sich anderweitig relativ sicher bewegen können sollen.

Faszination Wald ist unsere Überschrift, in die Halbtagesrunde, beim Start in Dollendorf, mit Bauernhäusern aus dem 18./19. Jahrhundert und der Kirche St. Johann Baptist, deren Turm vermutlich aus dem 14. Jahrhundert stammt.

Über die Waldstraße wandern wir in südöstliche Richtung und kommen am Marienkapellchen von 1734 vorbei. Wenn wir dann die L115 hinter uns gelassen haben, kann das sinnliche Walderlebnis beginnen. Der Weg folgt überwiegend breiten Forstwegen, die von dichtem Buchenwald eingerahmt sind.

Rund 3,5km wandern wir aufsteigend, erst gen Süden, dann in östliche Richtung. Bei Stahlhof lichtet sich der Wald. Wenn wir über den Bachlauf Stahlhofer Seifen gekommen sind, erleben wir Waldrand und Feld.

Als nächstes passieren wir den Erschfelder Seifen, sind bis dort abwärts gewandert und haben ca. 6,7km hinter uns. Über ein Stück mit offener Wiesenlandschaft schweift der Blick beim Aufwärtswandern, bevor wir wieder in den Buchenwald eintauchen.

Buchen können bis zu 40m hoch werden und waren sehr viel früher ein in unseren Breiten dominanter Waldbewohner. Buchen gewinnen meist den Wettstreit um das Licht, wenn man sie lässt, da sie sich schneller als konkurrierende Arten in den Himmel schraubt. Bei uns ist die Rotbuche oft vertreten, insgesamt gibt es 11 Arten. Die Hainbuche hingegen ist keine Buche, sondern ein Birkengewächs. Bei Gewitter soll man Buchen übrigens nicht suchen, einem Blitz ist die Gattung des Holzes egal, an dem er sich entlädt. 

Wir kommen unterdessen einen Haken schlagend an den Michelsbach hinunter, wandern mit ihm zur Ahr, kommen über die L115 und sehen rechterhand Ahrhütte. Mit Vielseitigkeit gelangen wir durch Wiesen, Felder, kleine Waldabschnitte nach Dollendorf zurück.

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