Zweitälerrunde Marialinden: Aggertal und Naafbachtal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 39 Min.
Höhenmeter ca. ↑407m  ↓407m
Ortswanderwege Marialinden (Overath, Bergisches Land)

Marialinden ist ein Stadtteil von Overath im Bergischen Land und ist bekannt für seine Wallfahrtskirche, die offiziell Pfarrkirche St. Mariä Heimsuchung heißt und inoffiziell mit einer guten Portion Lokalstolz einfach Marialindener Dom genannt wird.

Rund um Marialinden zeigt sich das Bergische von einer besonders angenehmen Seite, man spricht hier auch von der „Toskana des Westens“. Toskana und Dom – nu, schauen wir mal. Wir wandern heute auf einer Wanderung in die Täler von Agger und Naafbach. Startpunkt ist dabei der Marialindener Dom.

Es geht nach Westen, durch die Pilgerstraße in die Alte Römerstraße und dann hinaus ins Grüne. Wir spazieren vorbei am Landgasthaus Sonne (wer jetzt schon eine Rast machen will: hier gibt’s gute Kost und leckere Weine) und kommen zum kleinen Weiler Schiefenthal.

Beim Overather Ortsteil Wasser erreichen wir die Agger, den größten Zufluss der Sieg. Wir folgen der Agger ein Stück abwärts, kreuzen die Kreisstraße K 25 und halten uns dann vor dem Cyriax Schulzentrum links. Wenig später wechseln wir die Uferseite und kommen zu den Pavillons Gut Eichthal.

Das Gelände von Gut Eichthal liegt mitten im Grünen und gehörte früher zur Propstei Cyriax. Im 19. Jahrhundert gingen die Liegenschaften in private Hände. Ein Kölner Kaufmann baute 1832 das repräsentative Haus direkt an der Agger. Hier ist heute der Sitz des Rheinischen Amts für Bodendenkmalpflege. Auf der freien Wiese, direkt neben Wald und Agger, wurden drei moderne Pavillons errichten. Die können für Feiern und Veranstaltungen angemietet werden.

Wieder zurück am linken Aggerufer wandern wir nun über Leyenhaus und Viersbrücken ins Naafbachtal. Der Naafbach sollte seit den 1930er Jahren zu einer großen Talsperre aufgestaut werden. Da man davon wusste, investierten Bürger und Unternehmen nicht mehr. Dann kam’s doch anders und das immer noch naturnahe Naafbachtal wurde in den 1980er Jahren weiträumig zum Naturschutzgebiet ausgewiesen. Ein echtes ökologisches Juwel.

Bildnachweis: Von MoSchle [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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