Wommelshausen

Der staatlich anerkannte Erholungsort Wommelshausen gehört zur Gemeinde Bad Endbach. Zu Wommelshausen wiederum gehört der Ortsteil Hütte, der sich südöstlich an Wommelshausen anschließt. Es liegt wie der Hauptort Bad Endbach im Salzbödetal. Nördlich von Wommelshausen erheben sich Hülsberg (503m), Ebersberg (508m) und der Schindeberg (553m), die höchste Erhebung im Gemeindegebiet von Bad Endbach.

Die wichtigste Sehenswürdigkeit in Wommelshausen ist die Marienkapelle, die frühere evangelische Kirche im Dorf. Die ursprünglich romanische Kapelle mit ihrem einstmaligen Rechteck-Chor wurde im 13. Jahrhundert im frühgotischen Stil umgebaut. Bauhölzer, die im nachweislich umgebauten Ostgiebel gefunden wurden, stammen aus dem Jahre 1268. Die Marienkapelle in Wommelshausen gilt als ein bedeutendes kulturhistorisches Bauwerk, da sie nahezu unverändert bis heute erhalten ist.

Rund um die alte Kirche ist Wommelshausen geprägt durch seinen Ortskern mit den alten Fachwerkhäusern, die die engen verschachtelte Gassen einrahmen. Zu dem historischen Baubestand gehören auch noch zwei alte Backhäuser.

Die traditionelle Lebensweise im alten Wommelshausen kann im Heimatmuseum Wommelshausen besichtigt werden. Neben Backhaus, Wohnhaus und Schusterwerkstatt sind auch Wommelshausener Trachten zu besichtigen. Gemälde und Sakralgegenstände runden die Ausstellung ab.

An der Straße hinauf nach Dernbach auf die Bottenhorner Hochfläche steht die Kaiserlinde. Dieses Naturdenkmal findet man gegenüber vom Friedhof am alten Dreschplatz Wommelshausen. Die über 120 Jahre alte Linde wurde im Dreikaiserjahr 1888 gepflanzt und trägt deswegen den Namen Kaiserlinde.

Etwas weiter westlich zwischen Wommelshausen und Hülshof lädt der kleine Schmetterlingspfad zu einer Erkundung von Flora und Fauna. Hier erfährt man einiges über die heimischen Falterarten, ihren Lebensraum und ihre Entwicklung sowie die Bedeutung der Orchideenwiesen als Lebensraum.

Ein anderes Naturdenkmal, die etwa 500 Jahre alte Dicke Eiche, findet man am Neubaugebiet am Gewenn in Wommelshausen. Das Kronenoval dieser beeindruckenden Eiche misst 20m, ihr Stammumfang beinahe 5m.

Die Aar-Salzböde Bahn fuhr bis 2001 bei Wommelshausen-Hütte über ein 25m langes und 15m hohes Eisanbahnviadukt. Das dreibögige Bauwerk ist eines von insgesamt drei Viadukten entlang der Bahnstrecke. Die anderen beiden befinden sich bei Bad Endbach und bei Hartenrod.