Wolf (Traben-Trarbach)

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Zwischen Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach zeigt der Verlauf der Mosel das Bild eines Fäustlings und eben im Daumen dieses Moselhandschuhs liegt der Ort Wolf. Der vom Flusslauf umspielte Ort war bereits Wohn- und Arbeitsstätte der Brüder vom Gemeinsamen Leben, die im Wolfer Kloster zuhause waren.

Das Wolfer Kloster mit der Liebfrauenkirche ist heute nur noch als Ruine erhalten und hat eine sehr lange Geschichte. Es entstand an Stelle eines Wachturms der Römer. Um 950 wurde auf dem Göckelsberg (230m) eine erste Bergkirche errichtet. Später übernahmen die Goldenen Brüder vom gemeinsamen Leben, die aufgrund ihrer typischen Hüte – dem so genannten Gugel – den Spitznamen Kogelherren trugen. Die Kogelherren errichteten Ende des 15. Jahrhunderts einen Neubau mit großer Kirche. Die Klosterruine ist heute ein beliebter Aussichtspunkt.

Die Kogelherren legten in der heutigen Ortslage auch eine Kapelle an, auf deren Grundmauern 1685 die evangelische Kirche entstand. Der letzte Wolfer Kogelherr wurde übrigens der erste evangelische Pfarrer im Ort. Der rund 15km lange Kogelherrenweg erläutert auf Tafeln die Geschichte der Brüder, die auch Fraterherren genannt wurden.

Der Ortskern von Wolf ist als Denkmalzone ausgewiesen. Es finden sich zahlreiche Fachwerkhäuser aus dem 17. Jahrhundert, die oft in einem sehr guten Erhaltungszustand sind und teilweise hübsch verziert ausgeführt wurden. Die historische Fachwerkbebauung mischt sich mit zum Teil stattlichen unverputzten Bruchsteinhäusern aus dem 19. Jahrhundert. Darunter sind Hofanlagen, Wohnhäuser, Weingüter oder Gastronomie.

Wer das Winzerdorf Wolf besuchen möchte, kann das sogar per Schiff tun, denn es gibt eine Passagieranlegestelle. Nach dreijähriger Bauzeit konnte 2015 südlich von Wolf auch eine neue Moselbrücke eingeweiht werden, die nun den Verkehr in den Stadtteilen Wolf, Rissbach und Traben entlastet.