Winterburg

Winterburg am Ellerbach: Wer hier eine Burg sucht, findet sie allerorten, nämlich in den Häusern im Ortskern, die zum Teil aus Resten der 1689 zerstörten Burg gebaut wurden. Ganz besonders findet man die Burgreste im Schullandheim. Das Schloss Winterburg hatte seine Wurzeln im Jahr 1325 oder bereits früher. 1325 war das Jahr, in dem Winterburg erstmalig als Jagd- und Winterresidenz der Grafen von Sponheim urkundlich erwähnt wurde.

Das Schullandheim ist heute im barocken Amtshaus aus dem Jahr 1747 untergebracht. Es entstand auf den Mauerresten der bereits 1334 zerstörten Vorburg. Zum Areal des einstigen Gutshofes zählten Scheunen und Wohnungen von Bediensteten. Neben dem großen Torbogen lag einst der Pferdestall, der 1788 zu einer Wohnung für den Amtsassessor umgebaut wurde. Heute ist dort eine Werkstatt. Gegenüber dem Amtshaus steht ein kleines Fachwerkhaus. Hier wohnte ein Landwirt. Da wo heute geheizt wird, saßen ab 1789 Beschuldigte im Gefängnis im massiven Turm. Seit 1959 wird das einstige Schloss, von dem außer einigen Brocken so gut wie nichts übrig geblieben ist, als Schullandheim genutzt.

In der Soonwaldstraße fällt der frühklassizistische Saalbau der evangelischen Kirche aus der Zeit von 1782-84 ins Auge. Die Kirche mit einem dreigeschossigen Turm steht rank und schlank zwischen Asphalt und Hang.

Auch ihre Nachbarn stehen zum Teil unter Denkmalschutz. Die barocke Hofanlage mit der Hausnummer 18 war einst eine Gerberei und stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Hofanlage mit der Nummer 13 ist ein Streckhof und war einst ein Gasthaus.

Die Vitaltour Schlossweg (9km) führt durch den Beritt des Jagdreviers der Sponheimer Grafen und damit auch zum Standort des ehemaligen Schlosses Winterburg. Für das Auf und Ab der Wanderung sorgt das eingeschnittene Ellerbachtal. Die Runde lässt sich am Parkplatz des Campingplatzes Bockenauer Schweiz beginnen und wird im Uhrzeigersinn empfohlen. Da auf dem Weg viele Laubbäume sind, ist die Wanderung besonders im Herbst sehr bunt.