Wildnis-Trail Eifel Etappe 3 Gemünd - Heimbach


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 22 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑716m  ↓805m
Wildnis-Trail Eifel Wildkarte Weg Markierung Eifel

Die dritte Tageswanderung auf dem Wildnis-Trail Eifel führt hinauf auf den Kermeter, einen Höhenzug mit einem fast geschlossenen Laubwaldgebiet, der die Kernzone des Nationalparks Eifel bildet. Startpunkt der Tour ist der Kneipp-Kurort Gemünd, der an der Einmündung der Olef in die Urft liegt.

Von Gemünd geht es entlang der Urft bis zur Einmündung des Großen Böttenbachs, der nun die weitere Richtung nach Wolfgarten vorgibt. In Wolfgarten lohnt ein Abstecher zum ehemaligen Feuerwachturm am Südrand des Orts, der heute als Aussichtsturm zugänglich ist und einen schönen Blick über den Kermeter eröffnet.

Durch die stillen Wälder des Kermeter leitet der Wildnis-Trail Eifel zur Abtei Mariawald. Die Geschichte der Abtei Mariawald beginnt 1470, als ein Dachdecker eine Pietà stiftete und im Wald bei Heimbach aufstellte. Danach entstanden eine Kapelle und dann eine hölzerne Kirche, aus der ab 1480 das Kloster entstand. Nachdem das Kloster 1795 aufgehoben worden war, kaufte später ein Abt des Klosters Oelenberg im Elsass das ehemalige Klostergut und ließ das Kloster wieder aufleben. Heute ist die Abtei Mariawald das einzige männliche Trappistenkloster in Deutschland.

Durch den Kermeter führt der Wildnis-Trail Eifel weiter nach Heimbach im Rurtal. Hier trifft man auf Burg Hengebach, heute u.a. Standort der Internationalen Kunstakademie Heimbach Eifel. Burg Hengebach wurde ab dem 12. Jahrhundert auf einem etwa 180m langen und bis zu 40m breiten Grauwackefelsen auf einem über dem Rurtal aufsteigenden Bergrücken errichtet.

Die dritte Etappe des Wildnis-Trails Eifel endet an der Brücke über die Rur. Von hier sind es nur rund 100m bis zum Doppelbau der katholischen St. Clemens Kirche von 1725 und der 1981 erbauten St. Salvator Kirche. Die St. Clemens Kirche mit ihrer unvergleichlichen barocken Atmosphäre hat bis heute nichts von ihrer Ausstrahlung verloren. Der Hochaltar mit dem doppelstöckigen Tabernakel und die prächtige Kanzel aus dem 18. Jahrhundert sind Paradebeispiele des Barocks.

In der modernen St. Salvator Kirche steht der Antwerpener Retabel mit der über 500 Jahre alte Pietà aus der Abtei Mariawald. Der Mariawalder Schnitzaltar gilt als das bedeutendste Kunstwerk seiner Zeit in der nördlichen Eifel.

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