Wiesbaden-Klarenthal

Gutsausschank Rauenthaler Berg im Weingut WernerGutsausschank Rauenthaler Berg im Weingut Werner

Der Wiesbadener Stadtteil Klarenthal entstand erst in den 1960er Jahren als klassische Schlafstadt. Dennoch befinden wir uns hier auf historischen Boden. Denn schon 1298 stiftete König Adolf von Nassau hier dem Klarissen-Orden ein Kloster, das aufgrund dieser Ordenszugehörigkeit Kloster Klarenthal getauft wurde. Kloster Klarenthal wurde schon 1559 säkularisiert und danach mehrfach durch Brände und Kriege zerstört, so dass heute nicht mehr viel davon zu sehen ist.

Wendet man sich von Alt-Klarenthal weiter nordwärts Richtung Taunuskamm, kommt man zum Jagdschloss Fasanerie. Das Jagdschloss Fasanerie wurde 1744-49 als barocker Jagdsitz der Fürsten aus Usingen nach Plänen des Architekten Friedrich Joachim Stengel erbaut. Stengel hatte zuvor das Schloss in Usingen umgebaut und die Innenausstattung von Schloss Biebrich geplant und baute später u.a. die Ludwigskirche in Saarbrücken. Das Jagdschloss Fasanerie dient heute als Veranstaltungsort für Konzerte und Tagungen.

Betreiber des Jagdschlosses ist der 23ha große Tier- und Pflanzenpark Fasanerie, der 1955 eröffnet wurde und neben verschiedenen Tieren auch einen bemerkenswerten Baumbestand aufweist. Einer der dicksten Mammutbäume Deutschlands mit stolzen 41m Höhe steht hier.

Westlich des Tierparks erhebt sich der Schläferskopf (454m), eine Hügel umgeben von Taunuswäldern, in denen sich der Siebenschläfer wohlfühlt. Gekrönt wird der Schläferskopf nicht nur durch ein Waldgasthaus, sondern auch durch den 1906 aus Basaltlava erbauten Kaiser-Wilhelm-Turm, der allerdings seit vielen Jahren nicht mehr geöffnet wird – Bauschaden.

Südwestlich vom Schläferskopf liegt nicht nur das Sportgelände des Wiesbadener Golf-Clubs, sondern auch das Forsthaus Chausseehaus im gleichnamigen Forstrevier. Es wurde 1896 erbaut und dient heute auch als Informationszentrum zu Naturschutz, Wald und Jagd.