Wiembachtal

Der Wiembach entspringt im Burscheider Stadtteil Kaltenherberg und fließt auf 11km der Wupper zu, die er in Opladen erreicht. Im Oberlauf des Wiembachs verrichteten früher einige Mühlen ihr Werk. Die bekannteste ist heute sicherlich die Lambertsmühle, die zum Rittergut Haus Landscheid gehörte. 1766 brannte die Lambertsmühle ab und wurde durch einen Neubau ersetzt. Bis 1956 wurde in der Lambertsmühle regelmäßig Korn gemahlen. 1994 ging das Anwesen als Erbe an die Stadt Burscheid mit der Auflage, in der Lambertsmühle ein Heimatmuseum einzurichten.

Doch wie so häufig fehlte der Stadtkasse das nötige Geld, um etwas zu unternehmen. Also gründete sich ein Förderverein aus engagierten Bürger und die legten los. Das Museum zum Thema „Vom Korn zum Brot“ ist zwar noch nicht eröffnet, dafür ist die Lambertsmühle mit Nebengebäuden, Mühlrad und Backofen, Schmiede, Schumacherei und Holzwerkstatt in Tausenden von Stunden ehrenamtlicher Arbeit wieder originalgetreu restauriert oder neu gebaut worden. Mittlerweile finden in der Lambertsmühle Veranstaltungen und auch Hochzeiten statt.

Folgt man dem Wiehbach abwärts kommt man zur früheren Gerstenmühle. Das heutige Gebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert und wird als Wohnhaus genutzt. Interessant sind die für ein Fachwerkhaus hohen Fenster, die typisch für die Bauzeit außen angeschlagen sind.

Ebenfalls erhalten ist die Dürscheider Mühle, deren Geschichte sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Mühlengebäude stammt in seiner ursprünglichen Form allerdings von 1775 und wurde im 19. Jahrhundert umgebaut. Bis etwa 1900 lief noch der Mühlenbetrieb, anschließend wurde die Mühle bis 1978 landwirtschaftlich genutzt. Seitdem ist sie ein Privathaus.