Westfälischer Jakobsweg Etappe 11 Odenthal - Köln


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 1 Min.
Höhenmeter ca. ↑199m  ↓217m
Westfälischer Jakobsweg Osnabrück Wuppertal Köln

Das letzte Wegstück des Westfälischen Jakobswegs führt uns zum Rhein und schließlich zum Kölner Dom als markantem Zwischenziel auf der langen Reise nach Santiago de Compostela im spanischen Galicien.

Wir begleiten von der Ortsmitte in Odenthal aus die Dhünn flussabwärts, knicken dann am Schwarzbroicher Bach ab und gehen zur Landstraße (Altenberger-Dom-Straße), der wir nun hinein in den Bergisch Gladbacher Stadtteil Schildgen folgen.

In Schildgen direkt an der Altenberger-Dom-Straße steht die katholische Pfarrkirche Herz Jesu. Die Herz Jesu Kirche entstand 1959-60 nach Entwürfen von Gottfried Böhm, Deutschlands am höchsten dekorierten Architekten. Er erhielt 1986 den Pritzker-Preis, so etwas wie den Oscar der Architektur.

Auf Höhe der Herz Jesu Kirche verlassen wir die Hauptstraße und halten uns rechts in den Schlagbaumweg. Es geht jetzt weiter Richtung Köln und wir erreichen schon bald den Dünnwalder Wald und das kleine Naturschutzgebiet Hoppersheider Bruch. Der Dünnwalder Wald ist einer der letzten erhaltenen Teile der Bergischen Heideterrassen und gehört zu großen Teilen bereits zum Stadtgebiet von Köln.

An der Josef-Barten-Halle verlassen wir den Wald und spazieren nun die Berliner Straße entlang durch die Kölner Stadtteile Dünnwald und Höhenhaus nach Mülheim. Mülheim ist der bevölkerungsreichste Stadtteil von Köln. Über 40.000 Menschen leben hier. Durch die Dünnwalder Straße kommt man in die Mülheimer Freiheit und damit nach Alt-Mülheim.

Der Westfälische Jakobsweg hält nun Kurs auf die Mülheimer Brücke. Vor dieser markanten Rheinbrücke steht die katholische Pfarrkirche St. Clemens. Die Clemenskirche ist Ausgangs- und Endpunkt der Mülheimer Gottestracht, der größten Schiffsprozession am Rhein. Seit dem 14. Jahrhundert findet die Mülheimer Gottestracht jeweils zu Fronleichnam statt.

Wir folgen ab der Mülheimer Brücke dem Rhein flussabwärts und gehen dann auf der Hafenbrücke hinüber auf eine Landzunge, auf der sich der Jugendpark Köln befindet. Zentrum der Anlage ist ein zweigeschossiges langgestrecktes Bauwerk mit Veranstaltungs- und Freizeiträumen. Der Außenbereich ist bewusst wenig strukturiert und bietet viel Platz zum Umsetzen verschiedenster Projekte.

An der Zoobrücke geht der Jugendpark in den Rheinpark Köln über. Der Rheinpark wurde 1957 zur Bundesgartenschau angelegt und holte diese Veranstaltung 1971 gleich noch einmal nach Köln. Von der Zoobrücke aus befördert die Rheinseilbahn Gäste von einem Rheinufer zum anderen.

Vorbei am Tanzbrunnen kommt man zum Messeturm Köln und den Rheinhallen, bis 2005 das Messegelände von Köln. Heute firmieren die Rheinhallen unter dem sperrigen Titel Rheinpark-Metropole Köln und bieten zahlreichen Unternehmen eine stilechte Arbeitsumgebung.

Über die Hohenzollernbrücke verlassen wir Kölns Schäl Sick und kommen in die Kölner Altstadt und zum Kölner Dom, der wohl bekanntesten Kirche Deutschlands und seit 1996 auch UNESCO-Weltkulturerbe. 600 Jahre Bauzeit, mit 157m die dritthöchste Kirche der Welt, jährlich rund 6 Millionen Besucher: Der Kölner Dom ist für Kölner der Nabel der Welt und für die Welt eines der spannendsten Ziele Deutschlands.

Im Innern des Kölner Doms steht der Dreikönigenschrein, der Knochen der Drei Könige, die zu Jesus Geburt nach Bethlehem kamen, enthalten sein. Der Schrein selbst gilt als größte mittelalterliche Goldschmiedearbeit Europas.

Westfälischer Jakobsweg Etappen


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