Werdorf


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Zwischen Aßlar und Ehringshausen liegt am linken Ufer der Dill Werdorf. Seinen Namen verdankt das 772 erstmalig urkundlich erwähnt Dorf dem altgermanischen Wort Wero, welches Mann bedeutet. Heute ist Werdorf Ortsteil der Stadt Aßlar.

Sehenswert ist in Werdorf vor allem das Schloss Werdorf. Es wurde von den Solmser Grafen, die auf Burg Greifenstein residierten, zwischen 1680 und1700 erbaut. Der fürstlichen Familie diente das Barockschloss als Witwen- und Sommersitz. Aus der Erbauungszeit des Schlosses sind noch vier gotische Ecktürme und Teile des Mauerbergrings erhalten. Heute gehört Schloss Werdorf der Gemeinde.

Hinter den Mauern des Schlosses Werdorf befindet sich seit 1982 das Museum für Heimatgeschichte. Gesammelt sind hier vor allem Ausstellungsstücke zur Geschichte des Schlosses, zur Handwerksgeschichte und zur Industriegeschichte der Region. In verschiedenen Ausstellungsräumen werden beispielsweise zur Präsentation des Handwerks funktionsfähige Werkstätten von Schmied, Frisör, Drucker und Schuhmacher präsentiert. Das Fürstenzimmer des Schlosses wird vom Standesamt Aßlar als Trauzimmer genutzt.

Inmitten des denkmalgeschützten Ortskernes von Werdorf findet man seine evangelische Kirche. Die 1253 erstmals erwähnte Kirche besitzt einen spätromanischen Chorturm mit zwei Wehrgeschosse. Ein 1755-57 in Saalbauweise angebautes Kirchenschiff schließt sich an den Turm an.

Nördlich von Werdorf liegt der jüdische Friedhof. Hier wurden von 1888 bis 1941 die Mitglieder der lokalen jüdischen Gemeinde begraben. Der Friedhof ist an drei Seiten von einer Mauer umgeben. Es sind nur noch wenige Grabsteine erhalten, die in Gruppen neu aufgestellt wurden.

Auf der andern Seite der Dill liegt Werdorf gegenüber der Aßlarer Stadtteil Berghausen im hessischen Westerwald. Hinter dem Ort liegt die frühere Grube Fortuna. In dem heutigen Besucherbergwerk wurde von 1920 bis 1983 Eisenerz abgebaut. Das angeschlossene Grubenbahnmuseum interessante Einblicke in die Welt der Bahnen mit 600mm Spurweite. Ein gut einstündiger bergbaukundlicher Lehrpfad rund um das Grubengelände rundet das Angebot ab.


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