Werdohler Rundwanderweg


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 58 km
Gehzeit o. Pause: 16 Std. 9 Min.
Höhenmeter ca. ↑2274m  ↓2274m
Werdohler Rundwanderweg im Sauerland

Wie in vielen Orten im Sauerland so gibt es auch in Werdohl einen großen Rundwanderweg, der vom Sauerländischen Gebirgsverein mit einem weißen W im Kreis markiert ist und mit knapp 60km zu Buche schlägt. Ein möglicher Einstiegspunkt in den Werdohler Rundwanderweg ist die Sporthalle Riesei im Ortsteil Königsburg. Von hier geht man in die Ascheyer Straße und wandert los auf dem Rundwanderweg in Richtung Pungelscheid.

Pungelscheid war einst Standort einer eigenen Burg, auf der die Herren von Neuhoff residierten. Die Burg selbst ist nicht mehr vorhanden, seitdem 1797 der Blitz einschlug und Burg Pungelscheid niederbrannte. Heute noch bewundern kann man einige Gebäude aus der Zeit nach dem Brand. Das älteste von ihnen ist der Haferkasten aus dem Jahr 1803. Eine Schmiede sowie ein Kornspeicher, beides eingeschossige Gebäude aus Bruchsteinmauerwerk, entstanden 1828.

Vorbei an einem Grauwacke-Steinbruch führt der Werdohler Rundwanderweg südwärts nach Grimmighausen, das bereits zu Plettenberg gehört. Kern der Siedlung ist ein Herrenhaus, das man heute auch Schloss Grimmighausen nennt und das auf ein Rittergut aus dem 15. Jahrhundert zurückgeht.

Über den Fuß des Sirriner Bergs (460m) geht es westwärts nach Ludemert und weiter nach Eveking im Versetal. Das älteste Gebäude in Eveking ist ein Bauernhaus aus dem Jahre 1651. Das Haus sitzt wie geduckt an der Straße und besonders markant ist der mächtige Holzgiebel des hohen Daches. Ende des 19. Jahrhunderts wurden in Eveking übrigens von der Firma Berg Teile für den ersten Zeppelin hergestellt.

Der Werdohler Rundwanderweg folgt der Verse nach Altenmühle und umrundet dann die Bracht (414m), um Augustenthal zu erreichen. Hier wird die Verse überquert und man wandert nordwärts am Steinhagen (404m) vorbei nach Köllmannshorst. In einer schönen Waldpassage nähert man sich der Lenne, die man am Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen erreicht und quert.

Unterhalb der Haunert (450m) wandert man Richtung Osten zum Gut Ruckeljahn. Gut Ruckeljahn wurde 1745 erstmalig urkundlich erwähnt und liegt inmitten von Wäldern und Wiesen in absoluter Alleinlage am Rand von Neuenrade. Gut Ruckeljahn ist umgeben von einem kleinen Parkgrundstück mit Teich.

Oberhalb von Werdohl passiert der Rundwanderweg die Bundesstraße B 229 und leitet hinein in eine schöne Tour durch die Wälder rund um die Falkenlei, bevor es wieder hinab ins Lennetal geht. In Kettling passiert man den Fluss und wandert bis kurz vor das Laufwasserkraftwerk Bockeloh, bevor es in einer letzten Schleife zurück zur Sporthalle Riesei geht.

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