Eveking

Die Verse ist rund 24,5km lang und entspringt ganz in der Nähe von Meinerzhagen, befüllt in ihrem Verlauf die Fürwigge- und die Versetalsperre und biegt auf Höhe von Lüdenscheid Richtung Nordosten ab. Mehrere Werdohler Stadtteile durchfließt sie, bevor sie schließlich in Werdohl in die Lenne mündet. Einer dieser Stadtteile ist Eveking, direkt an der Nordgrenze des Naturparks Ebbegebirge und zu Füßen des Riesenbergs (441m).

Auf dem Weg von Werdohl nach Eveking über die B 229 sollte man sich einen Moment Zeit nehmen für die kleine Verse-Brücke, die Kirchstraße und Bachstraße zugänglich macht. Die einspurige Brücke entstand 1860. Sehenswerte Details sind vor allem die Backsteinpfeiler an der Brüstungsmauer.

Der Ort Eveking war lange Zeit landwirtschaftlich geprägt, denn hier im Versetal gab es fruchtbare Böden, die sich hervorragend für den Ackerbau eigneten. So nimmt es auch nicht Wunder, dass das älteste Gebäude ein Bauernhaus von 1651 ist. Das Haus sitzt wie geduckt an der Straße und besonders markant ist der mächtige Holzgiebel des hohen Daches.

Ebenfalls ein prächtiges Bauernhaus steht nur eine kurze Strecke entfernt im kleinen Ortsteil Eicken. Das Gutshaus Eicken ist ein massiv gebautes, typisch niederdeutsches Hallenhaus. Es wird 1783 erstmals erwähnt. Es ist kein ärmliches Bauernhaus, sondern ist eher ein Beispiel für den Lebensstil etwas besser gestellter Bürger. 1930 wurde das Haus umgebaut und in der Halle eine Decke eingezogen, um weitere Räume zu schaffen. Besonders schön ist das große, rundbogige Tor mit der anschließenden offenen Diele und den Rauchlöchern über dem Tor. Das Gebäude steht genau wie das dazu gehörige Backhaus unter Denkmalschutz.