Werbelner-Geschichte-Weg


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Stunden 15 Min.
Höhenmeter ca. ↑249m  ↓249m
Werbelner-Geschichte-Weg

Werbeln liegt im Bisttal und gehört zur Gemeinde Wadgassen. 2014 feierte man 800jähriges Jubiläum in Werbeln. Ein geschichtsträchtiger Ort zu dem es also passt, auch einen eigenen Geschichte-Weg zu haben.

Der Werbelner Geschichte-Weg umfasst 18 Stationen, an denen informative Tafeln Hintergrundwissen zu historischen Belangen gibt. Wir starten an der alten Schäferei in der Straße Am Butterborn in Werbeln. Von hier aus folgen wir dem Bistkanal und halten uns dann rechts zum Galgenberg.

Am Galgenberg erinnert eine Informationstafel an die Hinrichtungsstätte des Hochgerichts Spurck. Hier wurde 1632 ein Tagelöhner wegen Diebstahl hingerichtet, nachdem er zuvor mehrere Tage am Pranger gestanden hatte. Harte Zeiten, damals.

Wir wandern weiter und kommen u.a. zum Quallenborn. Das erste Wasserwerk und Wasserleitungen für Werbeln wurden 1909 gebaut. Das Wasser lieferte der Quallenborn. Der Name hat nichts mit Quallen zu tun, sondern kommt vom Mittelhochdeutschen quale, was Beklemmung bedeutet. Der Quallenborn ist also ein eingeklemmter Brunnen.

Wenig später kommt man zur Marienkapelle, die 1954 gebaut wurde. Dann leitet uns der Werbelner-Geschichte-Weg weiter zur Mohrengrät. Hier lebte nach dem Dreißigjährigen Krieg ein Hans Mohr, der sich mit Vorliebe von Menschenfleisch ernährte.

Wir kommen vorbei an der Sandgrube Arweiler und wandern vor bis zum Wildpark Ludweiler. Kurz dahinter stößt man auf das Flurkreuz, das 2003 aufgestellt wurde. Das Kreuz selbst aber ist älter. Das aus Gusseisen gearbeitete Flurkreuz stammt aus dem 19. Jahrhundert von einem Schmied aus der Oberpfalz. Die Sandsteinarbeiten wurden im Odenwald gefertigt.

Das nächste Stück des Werbelner-Geschichte-Weg leitet heran an Differten und dann wieder zurück nach Werbeln. An Station 16 erfahren wir übrigens, wie Werbeln zu seinem Namen kam – Werbeln heißt nämlich sowie wie Wirbel und damit sind die Wirbel im Bisttal gemeint.

Am Kapellerheck, Station 17, stand übrigens das historische Werbeln vor dem Dreißigjährigen Krieg. Den Krieg allerdings überlebte das Dorf nicht und wurde später neu aufgebaut.

Bildnachweis: Von atreyu [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Artikel bei twitter teilenArtikel bei Facebook teilenArtikel per Email versendenText, Bilder und Track dieser Wanderung unterliegen - wenn nicht anders angegeben - der Creative Commons Attribution/Share Alike-Lizenz.
Vgwort