Wefelshohl

Der Lüdenscheider Ortsteil Wefelshohl findet erstmals 1633 als Wiffelhohl urkundliche Erwähnung. Es muss damals eine beachtliche Insektenpopulation hier gegeben haben, denn der Name bedeutet übersetzt so viel wie Käferwiese. Wefelshohl liegt vom Lüdenscheider Stadtzentrum aus betrachtet im Südosten und ist längst eingemeindet und mit der Kernstadt zusammengewachsen. Eine markante Erhebung im Süden der Ortschaft ist die Höh (499m).

Hier oben auf der Höh befindet sich auch eine der Sehenswürdigkeiten Wefelshohls, nämlich der sagenhafte Rundblick über Lüdenscheid. Um diesen Rundblick zu genießen begibt man sich am besten auf das ehemalige Ausstellungsgelände der Internationalen Kunststoffausstellung Lüdenscheid aus den Jahren 1971-75 und lässt den Blick in Richtung Norden schweifen.

Spaziert man um die Bergkuppe herum und hält von Süden aus Ausschau, kann man bis zur Homert (538m) im Süden und zum Ebbekamm mit der Nordhelle (663m) schauen. Zugleich kann man von hier aus schöne Ausflüge in das südlich anschließende Naturschutzgebiet Stilleking und in Richtung Homert unternehmen.

Die Homert mit ihrem Aussichtsturm ist übrigens durchaus per pedes von Wefelshohl aus erreichbar, eine lohnende Tour mitten durch das Naturschutzgebiet. Und durch den sogenannten Räther-Siepen ist Schloss Neuenhof von der Höh in knapp dreißig Minuten zu Fuß erreichbar.

Für den Moment bleiben wir aber noch in Wefelshohl. Sehenswert ist hier nämlich noch mehr, insbesondere die Auferstehungskirche am Höher Weg. Sie entstand in den Jahren 1954-56 und ist ein besonders schönes Beispiel für die damalige Architektur. Ihr Architekt, Hans Meißner aus Lüdenscheid, versah sie zum Beispiel mit einem ausgesprochen markanten, 33m hohen Kirchturm.

Bemerkenswert ist auch die Darstellung der Emmausjünger am nördlichen Giebel des Gotteshauses. Es ist in einer Kratzputztechnik ausgeführt, dem sogenannten Sgraffito - nicht zu verwechseln mit dem modernen Graffiti. Auch die Innenausstattung ist in Teilen noch im Originalzustand erhalten.