Wanderung zu den zehn Bergaussichten (Siebengebirge)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 22 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 3 Min.
Höhenmeter ca. ↑875m  ↓875m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese stramme Tageswanderung aus der Wanderfibel Königswinter verbindet herrliche Aussichten aufs Siebengebirge mit einem fast alpinen Höhenprofil. Aber keine Sorge: Die Wege sind gut wanderbar, so dass man trotz knackiger Anstiege gut vorankommt. Damit man unterwegs genügend Energie zuführen kann, sind in die Wegführung einiges Waldwirtschaften eingebunden und natürlich passiert man auch die Highlights des Siebengebirges: Drachenfels (321m), Petersberg (331m) und den Großen Ölberg (460m).

Start der Wanderung zu den zehn Bergaussichten im Siebengebirge ist in der Nähe des Bahnhofs in Königswinter. Man wandert durchs Nachtigallental hinauf zum Schloss Drachenburg, das 1882-84 im Stil des Historismus hoch über dem Rhein erbaut wurde. Der 10ha große Schlosspark gehört als herausragendes Beispiel für das Genre zu den Gründungsmitgliedern der Straße der Gartenkunst an Rhein und Maas und ist in das European Garden Heritage Network eingebunden.

Auf Höhe von Schloss Drachenburg hält die bekannte Drachenfelsbahn. Doch wir sind zum Wandern da und halten uns daher an den Eselspfad, der hinauf auf den Drachenfels mit der malerischen Burgruine Drachenfels führt. Oben angekommen, bietet sich ein schöner Panoramablick hinüber in die Eifel und ins Rheintal zwischen Bad Honnef und Bonn.

Vom Drachenfels wandert man durchs Siebengebirge Richtung Wolkenburg (324m) und weiter zum bekannten Ausflugslokal Milchhäuschen. Über Schallenberg (310m) und Geisberg (324m) kommt man zur Jungfernhard (320m), wo die Wanderung in einer Spitzkehre die Richtung ändert und jetzt wieder westlich führt. Man kommt über die Kuckuckstein-Hütte und die Bolvershahn-Hütte Richtung Rhöndorf.

Oberhalb von Rhöndorf wechseln wir erneut die Richtung und wandern über den Kleinen Breiberg (286m) zur Löwenburg (455m). Über die Merkenshöhe (390m) und den Aussichtspunkt auf dem Erpelntalskopf (383m) geht es hinauf auf den Lohrberg (432m). Der Lohrberg ist quasi ein Siebengebirge im Siebengebirge: Das Lohrbergmassiv besteht nämlich auf sieben einzelnen, bewaldeten Anhöhen.

Am Forsthaus Lohrberg erreicht man die Margarethenhöhe, einen Ortsteil von Königswinter, der im Wesentlichen aus zwei großen Gastwirtschaften besteht. Von der Margarethenhöhe wandert man hinauf auf das Dach des Siebengebirges, den Großen Ölberg. Der Große Ölberg ist der höchste Gipfel des Siebengebirges. Vom Großen Ölberg genießt man einen wunderbaren Blick übers Siebengebirge und hinüber in die Eifel, wo sich im Hintergrund die Hohe Acht (747m) abzeichnet.

Über den Wasserfall (338m) wandert man durchs Herz des Siebengebirges zur Burgruine Rosenau. Man vermutet, das Burg Rosenau (benannt nach dem gleichnamigen Berg) im frühen 13. Jahrhundert entstand und bereits um 1250 vom Kloster Heisterbach gekauft und abgebrochen wurde, um mit den Steinen anderweitige Bauvorhaben zu realisieren. Die Burgruine besteht heute aus den bis zu sechs Meter hohen Resten einer Ringmauer aus Trachyt, die sich an der Südseite eines künstlich angelegten Plateaus erheben.

Über den Nonnenstromberg (335m) leitet die Wanderung nun zum Petersberg, einem der bekanntesten Gipfel im Siebengebirge, weil sich hier eines der beiden offiziellen Bundesgästehäuser Deutschlands befindet. Im Bundesgästehaus auf dem Petersberg übernachteten u.a. Queen Elizabeth II., Gorbatschow, Bill Clinton und der japanische Kaiser Akihito. Vom Petersberg geht es abschließend über den Petersberger Bittweg wieder hinab nach Königswinter am Rhein.

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