Wanderung in Essen: Schellenberger Wald, Baldeneysee und Kloster Werden


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 38 Min.
Höhenmeter ca. ↑395m  ↓406m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Steele ist ein östlicher Stadtteil von Essen. Dort starten wir die Wanderung durch das Ruhrtal gen Süden, streifen Heisingen und Naturschutzgebiete, kommen zum Anziehungspunkt Baldeneysee und zum Streckenziel Werden, einem südlichen Stadtteil von Essen. Zurück kann man über den Hauptbahnhof Essen mit der Bahn fahren.

Start ist der Bahnhof Essen-Steele und wir wandern ins Zentrum mit der Kirche St. Laurentius, einer dreischiffigen Werksteinbasilika aus dem Jahr 1873, die nach dem Zweiten Weltkrieg etwas verändert wieder aufgebaut wurde. Wir könnten einen Abstecher zur barocken Anlage (ab 1764) der Fürstin Franziska Christine Stiftung einbauen.

Der Laurentiusweg bringt uns am Laurentiusfriedhof vorbei zum Ruhrtalblick und in den Stadtgarten Steele, einer historischen Parkanlage auf einer Anhöhe von rund 40m nördlich über der Ruhr. Seine Geschichte beginnt 1882. In der schönen Parkanlage sind einige Denkmäler zu sehen.

Weitere Ruhrtalblicke sind auf dem Weg am Knappschaftskrankenhaus vorbei. Wir schauen über die Auen der Ruhr. Links ist die Ruhr und wir biegen auf den Weg Fünfkirchenblick. Rechts sind die Bergerhausener Kirchen Billebrinkhöhe (1965) und Pax-Christi (1950-58). An einem Campingplatz vorbei sind wir nahe der B227 und der Konrad-Adenauer-Brücke über die Ruhr.

Wir tauchen in das Naturschutzgebiet Heisinger Ruhraue ein und genießen die Auenlandschaft mit einem Altarm der Ruhr, kreuzen die B227. Dann sind wir im Naturschutzgebiet Hülsenhaine im Schellenberger Wald (47,5ha). Das Gebiet wird von einigen Spazierwegen durchzogen. Schützenswert ist der Bestand an Buchen- und Eichenmischwald nebst den Strauch- und Krautschichten.

Der Weg führt zum Baldeneyer Wald und an den Baldeneysee. Rund um die Heisinger Straße ist das Sturmschadengebiet von Pfingsten 2014 und wir sehen, wie sich die Natur nach den rauschenden Zeiten berappelt. Man kann Abstecher zu den Gastronomien Jagdhaus Schellenberg oder Schwarze Lene machen. In dessen Nähe ist die Burgruine Neue Isenburg.

Unsere Route führt ans Ufer des beliebten Baldeneysees mit dem Schloss Baldeney aus Ruhrsandstein. Das geht aus einer mittelalterlichen Wasserburg hervor. Der älteste erhaltene Teil stammt aus dem 14./15. Jahrhundert. Man sieht auch eine Remise und eine Schlosskapelle.

Wir wandern am Seaside Beach Baldeneysee entlang und kommen unmittelbar ans Ufer des 1933 fertiggestellten Baldeneysees, der zu verschiedener Freizeitgestaltung einlädt. Beim Laufwasserkraftwerk, das auch an der Route der Industriekultur liegt und zeitweilig besichtigt werden kann, queren wir die Staumauer.

In Werden, biegen wir nach rechts in die Straße Hardenbergufer, kommen an der Schleuse Neukirchen (1778) vorbei, biegen in die Heckstraße und sehen links die evangelische Kirche Essen-Werden, die 1900 geweiht wurde. Der Bau wurde zu großen Teilen durch Spenden der Familie Krupp gefördert. Rechterhand und hinter der Bebauung liegt die Brehminsel zwischen dem Heyerstrang und der Ruhr.

Die einstige Abteistadt Werden hat einen schönen gepflegten Kern mit dem Rathaus von 1880. Wir wandern zur St. Ludgerus Basilika des einstigen Klosters Werden. In Gebäuden des Klosters hat die Folkwang Universität der Künste ihren Sitz. Die Basilika geht auf das 9. Jahrhundert zurück. In der Schatzkammer St. Ludgerus kann man beispielsweise dem Ludgeruskelch aus der Zeit um 1000 bewundern.

Mit der Abteistraße gelangt man über die Gustav-Heinemann-Brücke über die Ruhr und kommt zum Bahnhof Essen-Werden.

Bildnachweis: Von Dickbauch [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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