Von Silbach ins Renautal (Winterberg)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 7 Min.
Höhenmeter ca. ↑308m  ↓308m
Der Rundweg in Renautal ist als Sb4 markiert

Silbach war früher eine Bergfreiheit – also eine Bergbaustätte. Bereits um 1159 entdeckte man hier Silber und erhielt dann im 16. Jahrhundert die Rechte einer Bergfreiheit, so dass man sich ganz dem Schürfen und Graben widmen konnte jund von anderen Frondiensten befreit war. Auch heute passt der Begriff Bergfreiheit noch gut: Denn von Silbach aus kann man sich freimachen vom Alltagsstress und in die Berge des Winterberger Hochlands verschwinden.

Das machen wir auch auf dieser Rundwanderung, die mit der Kennung SB4 vom Sauerländischen Gebirgsverein markiert ist und an der katholischen Pfarrkirche St. Lucia und Willibrord startet. Die Kirche wurde 1809 aus Bruchsteinen erbaut und der Dachreiter mit einer Zwiebelhaube gekrönt.

Durch die Burgstraße geht es zunächst auf den Hillebrandweg, der uns ins Tal der Namenlose begleitet. Die Namenlose ist ein 8km langer Bach, der nördlich von Winterberg entspringt und bei Siedlinghausen in die Neger mündet. Der Rundwanderweg folgt der Namenlose bis zum Golfplatz Winterberg.

Oberhalb des Ferienparks Landal geht es zum Langlaufstadion Bremberg und dann ins Tal der Renau, einem 5km langen Bach, der bei Altastenberg entspringt und am früheren Jagdschloss Siedlinghausen in die Neger mündet. Wir folgen der Renau bis an den Südfuß des Remberg (676m) und wandern dann östlich des Steinbergs (717m) zurück nach Silbach.

Das Gebiet rund um den Steinberg ist auf einer Fläche von knappp 43ha als Naturschutzgebiet Steinberg an der Renau ausgewiesen. Das Schutzgebiet ist vollständig bewaldet, es besitzt großflächige und teilweise hohe Felsformationen. Auf dem Steinberg stehen ganz überwiegend Buchenwälder bzw. Nadelholz-Buchenmischwälder. Nach dem Orkan Kyrill (2007) hat sich durch Windwurf das Nadelholz-Laubholz-Verhältnis stark zu Gunsten des Laubholzes verschoben. Die Buchen- und Buchen-Fichten-Mischwälder sind großflächig (stark) aufgelichtet, besitzen überwiegend geringes bis mittleres Baumholz und weisen lokal eine dichte Laubholz-Naturverjüngung auf. Der Scheitel des Steinbergs wird von zahlreichen und ausgedehnten Felszonen besetzt, die in der Gipfelregion bis 10 m hoch aufragen können.

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