Silbach (Winterberg)

Gasthof DiemeltalGasthof Diemeltal

Bundesgold im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden errang Silbach im Jahr 1973. Und auch heute noch ist er sehenswert, der Winterberger Ortsteil im Tal der Namenlose. Ja richtig, Silbach liegt an einem Bach, der auf den vielsagenden Namen Namenlose hört. Die Namenlose entspringt zwischen Winterberg und Silbach und mündet nach nur 8km Länge in Siedlinghausen in die Neger.

Seit 1559 war Silbach eine Bergfreiheit, hatte also besondere Rechte und war von so manchen Pflichten und Steuern befreit. Der Grund dafür lag im lukrativen Bergbau. Denn schon 1159 hatte man in einem dem Ort benachbarten Berg Silberadern gefunden. Passenderweise nannte man den Gipfel Silberberg (748m). Ein Themenweg mit Start und Ziel in Silbach erzählt davon, wie wichtig einst der Erz- und der Schieferbergbau für die Region gewesen sind.

Wandert man den Themenweg entlang, dann trifft man unterwegs auch den Silbacher Kreuzweg. Die Stationen stammen aus dem Jahr 1874 und zeigen die biblischen Szenen des Kreuzweges auf Reliefplatten aus Eisen. Diese ruhen gut geschützt in Gehäusen aus Sandstein mit neugotischer Formensprache. Auch die kleine Kapelle am Ende des Kreuzwegs wird man finden. Sie stammt aus dem Jahr 1924.

Am Kuhlenberg (744m) südöstlich von Silbach finden nordische Wintersportler in den Wintermonaten ein rund 20km langes Loipennetz. Die Kuhlenbergloipe ist außerdem jährlicher Austragungsort für ein ganz besonderes Ereignis: Jeweils im Januar oder Februar gibt es ein großes Schlittenhunderennen, an dem regelmäßig über hundert Gespanne teilnehmen, vom Einergespann bis hin zur offenen Klasse, bei der acht oder mehr Hunde vor einen Schlitten gespannt werden.

An Botanik Interessierte sollten am Kuhlenberg vorbei noch ein Stückchen nach Osten wandern: zum Naturschutzgebiet In der Strei. Es ist ein rund 30ha großes Moorgebiet mit großen, baumfreien Moorflächen, Übergangsmooren und üppigen Hochstaudenbeständen. Im Rothaargebirge zählt es zu den am besten erhaltenen Hangmoor-Komplexen. Und wer Glück hat, der kann vielleicht sogar einen seltenen Schwarzspecht erspähen.