Volme-Höhen-Weg Etappe 1 Witten - Hagen


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 36 Min.
Höhenmeter ca. ↑460m  ↓432m
Der Volme-Höhen-Weg startet in Witten an der Ruhr

Der als Hauptwanderweg X20 vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) ausgeschilderte Volme-Höhen-Weg beginnt am Hauptbahnhof in Witten, der historischen Keimzelle des Kohlenpotts. Witten liegt beiderseits der Ruhr, die hier die natürliche Grenze zwischen Ardeygebirge im Ruhrgebiet und dem Ennepe-Ruhr-Tal im Bergischen Land bildet.

Über die Berger Straße erreicht man die 1839 erbaute Villa Berger, ein klassizistischer Bau, der heute die Verwaltung des Kulturforum Witten beherbergt. An der der Villa Berger biegt man rechts in die Ruhrstraße und passiert ein weiteres Herrenhaus, die 1895 errichtete Villa Friedrich Lohmann jun.

Nach ca. 100 m biegt man links in den Stadtpark und wandert durch diesen Richtung Wittener Naherholungsgebiet Hohenstein. Ganz am Anfang liegt der Hammerteich einer frühindustriellen Schmiede. Heute dient der Hammerteich vor allem den örtlichen Schiffsmodellbauern als Fahrgewässer. Vorbei am Streichelzoo steuert man Haus Hohenstein an, das 1913-14 im wilhelminischen Stil erbaut wurde.

Hinter Haus Hohenstein liegt das Wildgehege, an dem entlang man nun ins Borbachtal wandert. Das Borbachtal war eines der ersten größeren Standorte im Kohlenpott, da hier die Steinkohle oberirdisch gefördert werden konnte. Dem Borbach folgend leitet der Volme-Höhen-Weg nach Herdecke und dann hinein ins Ardeygebirge hinauf zum Harkortberg (232m).

Auf dem Harkortberg gibt es Einiges zu erleben: Sportplätze, Freizeitgelände, Kletterwald. Und ja: Der Harkortturm steht auch auf dem Harkortberg. Vom 35m hohen Harkortturm hat man einen schönen Blick über den Harkortsee bis weit hinein ins Sauerland. Leider ist der Harkortturm aber nur ab und an geöffnet.

Über die Wolfgang-Reuter-Straße kommt man hinein in den historischen Kern von Wetter an der Ruhr, den man auch als Freiheit Wetter kennt. Wetter war neben Altena, Hamm und Hörde die vierte Kreisstadt der Grafschaft Mark. Die Grafen von Mark ließen ihre Besitzungen an der Ruhr von der im 13. Jahrhundert erbauten Burg Wetter verwalten. Die Burgruine ist frei zugänglich und bietet einen schönen Blick auf Harkortsee und die Fachwerkhäuser der Freiheit Wetter.

An der 1894 aus Ruhrsandstein erbauten reformierten Kirche geht es rechts entlang Harkortsees, der 1931 aufgestaut wurde und heute mit einer Fläche von 137ha ein beliebtes Ausflugsziel in der Region ist. In der warmen Jahreszeit verkehrt auf dem See das Fahrgastschiff Friedrich Harkort, der Volme-Höhen-Weg aber nimmt den Landweg und passiert den See und damit zugleich die Ruhr über die Brücke Friedrichstraße.

Nachdem Eisenbahn und Autobahn A 1 passiert sind, nimmt der Volme-Höhen-Weg das letzte Stück bis hinein in den Hagener Stadtteil Haspe. Haspe war einst Standort der Hasper Hütte, die über 7.000 Arbeiter beschäftigte und den Ruf von Hagen als eines der Zentren der deutschen Stahlindustrie begründete. Die Hasper Hütte wurde ab 1972 stillgelegt und von dem einst großen Werk mit vier Hochöfen und drei Stahlwerken ist heute fast nichts mehr zu sehen.

Volme-Höhen-Weg Etappen


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