Vogelsangbachtal

Auch ein Naturschutzgebiet hat eine Schlüsselnummer. Das Heiligenhauser Naturschutzgebiet Vogelsangbachtal trägt die Nummer ME-022 und besteht aus sechs sehr unterschiedlichen Flächen, die insgesamt 159ha groß sind. Sie bestehen aus Laubwäldern mit Buchen, Auenwäldern, Grünland ist auch dabei sowie Bachläufe, Kleingewässer, Hangwälder, Gehölzbiotope, Röhricht – ein kleines Eldorado der Artenvielfalt.

Das Vogelsangbachtal wird geprägt durch den Rinderbach, der nördlich der Ortsbebauung von Heiligenhaus verläuft. Der Rinderbach hat seine Quelle in Velbert und kommt hier vom Abtskücher Teich, wird im Vogelsangbachtal von der Kettwiger Straße begleitet und südlich von Laupendahl von der Ruhrstraße, aus der die Heiligenhauser Straße wird. Unterhalb des Kettwiger Sees mündet der 12km lange Rinderbach in die Ruhr.

Dort, wo der Stemmenbach dem Rinderbach zufließt, findet sich ein Reiterhof. Das Haus Rossdelle, auch schon mal Schloss Rossdelle genannt, war ein Lehen der Reichsabtei Werden. Unklar ist bis heute, ob es ein Rittergut oder ein Schloss war. Urkundlich erstmalig genannt wurde Crutzdelle 1397, und später wird es als Rosendelle bezeichnet, wobei man davon ausgeht, dass das Haus Rossdelle baulich aus dem 16. Jahrhundert stammt. Eine Karte aus dem 17. Jahrhundert zeigt die Anlage mit einem Wehrturm. Übrig blieb ein turmartiger Mittelteil eines Bruchsteinhauses, das weiß verputzt ist und damit das älteste bauliche Relikt darstellt.

Haus Rossdelle gehört zur Gemarkung Isenbügel. Isenbügel zählt zu Heiligenhaus. Der Ort geht zurück auf den Hof Isenbügel, der 1250 genannt wurde. In den 1950er Jahren entstand nahe an Heiligenhaus und nah zum Rinderbach die Siedlung Wassermangel. Warum die ausgerechnet so genannt wurde?