Uckerath

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Zwischen Eitorf und Hennef verläuft abgesetzt vor der Siegtalaue die Uckerather Hochfläche. Im Zentrum liegt Uckerath, ein Stadtteil von Hennef, direkt an der alten Handelsstraße von Köln nach Frankfurt, der heutigen Bundesstraße B 8.

Bereits im zehnten Jahrhundert gab es ein Kirchspiel Uckerath. Die erste Kirche von Uckerath wird 1131 urkundlich erwähnt und dann um 1160 durch einen Neubau ersetzt. Der romanische Turm dieser Kirche bestand bis 1969, dann stürzte er ein.

Um 1890 wurde am heutigen Standort in der Lichstraße eine neue Kirche gebaut und 1892 eingeweiht. Die katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer ist eine dreischiffige, neuromanische Basilika mit Querschiff und eingebautem Westturm. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg erhielt die Uckerather Kirche 1946 ein neues Dach. Der Turm wurde teilweise abgetragen und mit einem neuen Helm versehen. In der Pfarrkirche befindet sich ein romanischer, zylinderförmiger Taufstein aus dem 12. Jahrhundert, der zuvor schon in der alten Kirche genutzt wurde.

In Uckerath gibt es auch eine evangelische Kirche, die 1954 eingeweiht wurde. Es hat lange gedauert, bis die Reformation in Uckerath ankam. Das hat auch mit einem gewissen kämpferischen Katholizismus zu tun, der im 17. Jahrhundert mit dem Uckerather Kanzelmord seinen Höhepunkt nahm. Da sich der katholische Mönch zum Gottesdienst verspätete, bestieg ein protestantischer Wanderprediger aus Altenkirchen die Kanzel. Als der Mönch eintraf, zerrte er den Gegenredner mit Helfern von der Kanzel und erschlug ihn vor der Kirche mit einem Beil. Danach traten kaum noch Protestanten in Uckerath auf.

Neben der katholischen Pfarrkirche sind in Uckerath noch zwei gut erhaltene Gebäude zu sehen. Das frühere Hotel Frankfurter Haus in der Burgstraße und die alte Poststation, die das Haus Thurn und Taxis ab 1760 betrieb.