Traumschleife Stumm-Orgel-Weg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 31 Min.
Höhenmeter ca. ↑379m  ↓379m
Traumschleife Stumm-Orgel-Weg

Diese Rundwanderung aus der Reihe der Traumschleifen am Saar-Hunsrück-Steig widmet sich einem kulturellen Thema, nämlich der Orgelbauerfamilie Stumm. Der Stumm-Orgel-Weg führt uns in den Idarwald, genauer in den Beritt von Sulzbach und Rhaunen im Hunsrück.

Das Wanderportal für den Stumm-Orgel-Weg befindet sich auf Höhe des Freibads Idarwald an der Landstraße L 162 von Rhaunen nach Stipshausen. Hier fließt der Rhaunelbach, dessen Ufer wir wechseln, um zum offiziellen Beginn des Rundwanderwegs zu kommen.

Wir wandern am Rhaunelbach entlang nach Rhaunen. Hier steht in der evangelischen Kirche im Ortszentrum die älteste erhaltene Stumm-Orgel. Sie stammt aus dem Jahr 1723. Da evangelische Kirchen aber nur zu Veranstaltungen geöffnet sind, sparen wir uns den Abstecher und kreuzen direkt das Lingenbachtal und kommen zum jüdischen Friedhof.

Wenig später erreicht man das Näsbachtal und folgt diesem südwärts. Auf Höhe von Bollenbach kommt man zum Aussichtspunkt Soonwaldblick und was soll man sagen: Der Name ist zutreffend. Eine Bank lädt zur Rast.

Wir wandern weiter nach Sulzbach, wo der erste Orgelbauer der Familie Stumm – Johann Michael Stumm – 1683 geboren wurde. Hier spazieren wir auf die evangelische Kirche zu, ein Saalbau aus dem 18. Jahrhundert. Johann Michael Stumm fertigte 1746 seine letzte Orgel und schenkte sie seinem Heimatdorf. Bis heute verrichtet die Stumm-Orgel in der Dorfkirche ihren Dienst.

Wer mehr über die Orgelbauerfamilie Stumm erfahren will, kann vorher bei der Kirchengemeinde anrufen und um eine kurze Führung durch die Stumm-Stube bitten. Oder man liest sich selbst ein bisschen ein. Kurz zusammengefasst: Die Stumms haben in sieben Generationen über 370 Orgeln gefertigt und gehörten zu den bekanntesten Orgelbauern Deutschlands.

Wir wandern westwärts aus Sulzbach heraus Richtung Markt Heuchelheim (ein frühgeschichtlicher Marktplatz) und kommen dann zum Aussichtspunkt Idarkopfblick mit Sitzgruppe und Sinnesbank, die zur Rast einladen. Dann geht es wieder ins Rhaunelbachtal und wir wandern zurück zu unserem Startpunkt am Freibad Idarwald.

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