Traumschleife Nohener Naheschleife


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 3 Min.
Höhenmeter ca. ↑382m  ↓382m
Traumschleife Nohener Naheschleife

Nohen liegt südwestlich des Hunsrücker Hochwalds im Nahetal. Und Nohen hat einen Bahnhof. Das ist eigentlich nicht so spannend, aber im Zusammenhang mit den beliebten Traumschleifen im Saar-Hunsrück doch bemerkenswert, denn in Nohen startet die einzige Traumschleife mit direkter Anbindung an den Nahverkehr.

Der Bahnhof Nohen wird von der Nahetalbahn von Bingen über Bad Kreuznach nach Saarbrücken bedient und 2015 mit dem Prädikat Wanderbahnhof ausgezeichnet. Wenn wir am Bahnhof starten, spazieren wir die Hauptstraße hinab zur Nahe, wechseln die Uferseite und wandern hinein in den Wald. Unterwegs bieten sich immer wieder schöne Aussichten Richtung Saarland.

Eine Pause bietet sich am Aussichtspunkt Felsenklipp an. Übrigens: Die Nohener Naheschleife wurde bei der letzten Zertifizierung mit 88 Erlebnispunkten ausgezeichnet. Insgesamt fühlt man sich, da man auch immer wieder die Trasse der Nahetalbahn sieht, wie in einer Modellbahnlandschaft bei dieser naturnahen Wanderung im Nahetal.

Es geht nun bergab zur Nahe, der man links folgt. Wald- und Wiesenpassagen wechseln sich ab. Man quert die Nahe auf Höhe einer ehemaligen Schleifmühle. Jetzt sind wir wieder im Hunsrück unterwegs und wandern durch den Wald, bis wir zum Waldgeistersteig kommen. Der Waldgeistersteig wurde 2011 von Schülern – den sogenannten Waldgeistern - angelegt und bietet neben Spielstationen u.a. auch einen Barfußpfad.

Wir wandern nun durch weitgehend naturbelassene Wälder wieder zurück nach Nohen. Das kleine Örtchen Nohen war mal richtig wichtig, denn hier ermöglichte eine der wenigen Furten im Oberlauf der Nahe die Querung des Flusses. Als Nord-Süd-Verbindung führte die Bronzestraße vom Glan zur Mosel und passierte die Nahe in Nohen.

Die evangelische Kirche in Nohen hat Wurzeln um das Jahr 1200. Der Bau ist ein Mittelpunkt in dem Dörfchen und der Westturm geht auf das 14. Jahrhundert zurück, wobei das Glockengeschoss 1953 aufgesetzt wurde. Chor und Schiff sind spätgotischen Ursprungs und werden auf das 18. Jahrhundert datiert.

Bildnachweis: Von Global Fish [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

Vgwort