Sieben-Hügel-Steig (Darmstadt)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 0 Min.
Höhenmeter ca. ↑200m  ↓228m
Sieben-Hügel-Steig Darmstadt

Startpunkt für den Sieben-Hügel-Steig ist die Straßenbahnhaltestelle Wartehalle im Darmstädter Stadtteil Eberstadt. Wir gehen in die Thomasstraße und biegen dann links in die Heinrich-Delp-Straße ab. Durch Streuobstwiesen wandern wir hinauf auf den Prinzenberg (241m), den ersten der sieben Hügel, die der Sieben-Hügel-Steig verbindet.

Vom Prinzenberg reicht der Blick über die nach Westen offene Landschaft bis hinüber nach Rheinhessen. Hier am Prinzenberg betreut der Freundeskreis Eberstädter Streuobstwiesen das größte zusammenhängende Streuobstwiesenareal an der Hessischen Bergstraße.

Der Sieben-Hügel-Steig führt weiter durch den Wald zur Marienhöhe (215m). Der neu errichtete Marientempel lädt hier zur Rast ein. Nicht weit davon erinnert eine Gruppe von Steinstelen an den historischen Standort des Tempels im früheren Waldpark.

Jetzt geht es hinauf auf die Ludwigshöhe (246m), ein beliebtes Ausflugsziel im Rhein-Main-Gebiet. Vom 1882 erbauten Ludwigsturm auf der Ludwigshöhe sieht man im Südwesten den Pfälzerwald und die Vogesen, im Westen den Donnersberg (687m), im Nordwesten den Soonwald und Hunsrück, im Norden kann man außer dem Taunus mit dem Großen Feldberg (881m) und seinem ihn markierenden Fernmeldeturm bei guter Sicht auch die Frankfurter Skyline deutlich sehen.

Der vierte Gipfel auf dem Sieben-Hügel-Steig ist der Herrgottsberg (227m). Auf dem Weg dorthin passiert man den kleinen Goetheteich. Oben auf dem Herrgottsberg stand bis ins 16. Jahrhundert die Martinskapelle. Der Herrgottsberg war der Hausberg des im Dreißigjährigen Krieg untergegangenen Dorfes Klappach.

Nachdem die Bundesstraße nach Ober-Rambach gequert ist, wandert man hinauf auf den Dommerberg (264m). Hier steht der Darmstädter Bismarckturm, der 1904-08 als Aussichtsturm erbaut wurde, mittlerweile aber wegen Baufälligkeit abgesperrt ist.

Über den Dachsbergweg erreicht man bald den benachbarten Dachsberg (258m). Durch den Wald geht es bergab zum Campus Lichtwiese der Technischen Universität Darmstadt und weiter zum Vivarium Darmstadt. Das Vivarium besteht an heutigem Standort seit 1965 und zeigt auf rund vier Hektar Fläche über 700 Tiere, die zu mehr als 150 Arten gehören. Namensgebend ist die Aquarien- und Terrarienhalle, in der neben Fischen und Reptilien auch Amphibien, Insekten und andere Gliedertiere gezeigt werden.

Direkt hinter dem Vivarium stößt der Sieben-Hügel-Steig auf den Botanischen Garten Darmstadt. Auf der Freifläche von etwa 5ha und den Treibhausflächen kultiviert der Botanische Garten etwa 9.000 Arten. Auf dem Gelände sind seltene Gehölze, eine Heidelandschaft, ein Bach und ein Taxodiumteich zu finden. Bänke laden zum Verweilen ein. Sonne und Schatten wechseln sich ab. Sehenswert sind das Arboretum, das Pinetum und das Alpinum. Der Eintritt ist frei und ein Abstecher vom Sieben-Hügel-Steig durch den Botanischen Garten dringend zu empfehlen.

Vorbei am Hofgut Oberfeld wandert man auf dem Sieben-Hügel-Steig zur Rosenhöhe, einem 1810 angelegten Landschaftsgarten mit teilweise exotischem Baumbewuchs auf dem Gelände eines ehemaligen Weinberges. Das jetzige Herzstück des Parks – das Rosarium – wurde vom letzten Großherzog Ernst Ludwig etwa um 1900 angelegt. Durch den Landschaftspark Rosenhöhe geht man schließlich zum Bahnhof Darmstadt-Ost, dem Ziel des Sieben-Hügel-Steigs.


Bildnachweis (attribution, via Wikimedia Commons): 1 by Babbsack; 2 by snipermatze; 3 by Jreiners; 4 by Muck; 5 by Daderot; 6 by Heidas; 7 by Michael Mertens; 8 by Commander-pirx [CC-BY-SA-3.0]

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