Senheim

Das Weindorf Senheim liegt im kurvenreichen Verlauf, den die Mosel zwischen Zell und Cochem einschlägt. Hier gibt es einen Yachthafen, einen großen Campingplatz und vor allem: eine Brücke. Über die kann man die Mosel queren und vom Hunsrück in die Eifel wechseln. Schon im Mittelalter lag hier ein wichtiger Moselübergang auf der Route von den Niederlanden über Frankfurt nach Augsburg.

Ein Zeuge der langen Geschichte Senheims ist die alte Vogtei, die man heute besser als Wohnturm Senheim kennt. Der romanische Wohnturm wurde während der Zeit der Staufer im damaligen Baustil errichtet. In den 1980er Jahren saniert und modernisiert, wird der Wohnturm Senheim heute privat genutzt.

Auffallend in Senheim ist die katholische Pfarrkirche St. Katharina mit spätromanischem Westturm. Der barocke Saalbau kam 1769 hinzu. Unter Denkmalschutz stehen mit der Kirche auch der Friedhof mit etlichen Kreuzen aus dem 17. und 18. Jahrhundert und die Totenkapelle. Senheim bietet seinen Gästen neben Wein und Mosellandschaft auch einen Skulpturenpark an. Die Skulpturen befinden sich in Senheim und dem an anderen Moselufer liegenden Senhals. Sie verknüpfen das Land mit Ortschaft und Natur mit Kultur sowie dem Mensch.

Wer sich gerne mit einem zentralen Thema der Mosellagen befassen will, ist im Mosel-Weinmuseum Senheim gut aufgehoben. Es ist Teil des Weinguts Schlagkamp-Desoye, das auf eine über 400jährige Tradition zurückblicken kann und in der 11. Generation betrieben wird. Über 10.000 Objekte aus den Handwerken der Winzer und Küfer sind im Mosel-Weinmuseum Senheim gesammelt. In historischen Weinkeller, dem alten Kelterhaus und in einem ehemaligen Festsaal kann man sich auf die gehaltvollen Spuren des Rebensaftes begeben und den natürlich auch verkosten.

Moselaufwärts kurz hinter Nehren liegt die Insel Taubengrün. Hier brüten Eisvögel und Kormorane und Graureiher machen auf der unbewohnten Insel Taubengrün gerne Rast.

Folgt man von Senheim aus der Mosel flussabwärts, kommt man nach Mesenich. Mesenich zeigt sich mit einem unter Denkmalschutz stehenden engen historischen Dorfkern, der ab dem 15./16. Jahrhundert entstand und zahlreiche Fachwerkbauten beinhaltet. In der Abteistraße sind Fachwerkbauten, teilweise massiv, aus dem späten 15. Jahrhundert zu bewundern.

Die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus hat einen romanischen Westturm, der vermutlich aus der Zeit um 1200 stammt, wobei der obere Teil der Spätgotik zugeordnet wird. Der barocke Saal wurde 1733 angebaut. Auch in der Weinbergstraße finden sich in Mesenich sehenswerte Fachwerkwohnhäuser aus dem 16. Jahrhundert. Ein Bau aus dem 17. und 18. Jahrhundert ist der Brauweiler Hof in der Zehnthofstraße17/Kirchhofstraße 6. Der Zehnthof der Abtei Brauweiler ist ein repräsentativer Krüppelwalmdachbau.