Selbach (Nahe-Quelle)

Die Nahe ist ein 125km langer Zufluss des Rheins und dient über weite Strecken als natürliche Grenze zwischen dem Hunsrück und der Pfalz. Die Quelle der Nahe liegt unweit des Nohfelder Ortsteils Selbach, etwa 4km südwestlich des Bostalsees.

Die Nahe entspringt am Südhang des Eckerbergs (505m). Die gefasste Nahe-Quelle liegt einen knappen Kilometer entfernt vom Ortskern von Selbach. Direkt an der Nahe-Quelle gibt es das Wildfreigehege Selbach, wo u.a. Enten, Gänse, Pfaue, Ziegen und Rehe leben und sich beobachten lassen.

Ein Premiumwanderweg ist der 6km lange Nahequelle-Pfad mit Ausblick von der Höhe des Sengert (500m), mit dem Wildgehege und einem Bienenlehrpfad und einem Bücherbaum für Kinder, der bietet Kinderbücher zum Ausleihen und Tauschen. An der Nahe-Quelle startet auch der 163km lange Nahehöhenweg, der sein Ziel in Bingen hat. Im Saarland folgt man einem blauen N auf weißem Grund und in Rheinland-Pfalz einem weißen N auf grünem Grund.

Selbach gehörte von 1817 bis 1937 zum oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld. Daher darf es nicht wundern, das ein stattliches Bauernhaus in Selbach Oldenburger Hof genannt wird. Der Oldenburger Hof, der heute ein Restaurant beherbergt, wurde 1807 im Stil eines südwestdeutschen Einhauses gebaut, entstanden aus Steinen des fluchtartig verlassenen Benediktinerklosters Tholey.

In der Nähe steht mit der Kathreinenkapelle das älteste sakrale Gebäude der Gemeinde Nohfelden mit einem Turm aus dem 13. Jahrhundert. Schmuckstück der Kapelle ist ein vollständig erhaltener Kreuzweg des Spätbarocks. Neuer, nämlich Baujahr 1954, ist die Waldkapelle in Selbach: Sie ist so idyllisch am Wald gelegen, so dass viele Radfahrer und Wanderer an ihr vorbeikommen, um eine Pause einzulegen.

Südlich von Selbach liegt das Naturschutzgebiet Bruchwald südlich Selbach. An dessen Rand entspringt die Blies, der größte Zufluss der Saar. Die Blies fließt auf rund 100km Länge in südlicher Richtung der Saar zu, bildet auf den letzten Kilometern die natürliche Grenze zu Frankreich und mündet auf Höhe von Sarreguemines in die Saar.

Auf dem Weg von Selbach zum Bostalsee liegt der Nohfelder Ortsteil Neunkirchen, der sich um die St. Martin Kirche mit einem Langhaus aus dem 19. Jahrhundert an einem mittelalterlichen Turm gruppiert. In Neunkirchen gibt es einen kleinen Freizeitpark und hier steht der Aussichtsturm Freizeitpark Neunkirchen, von dem aus man schön zum Bostalseee blicken kann.