Nohfelden

Nohfelden liegt an der Nahe und wurde 1285 erstmalig im Zusammenhang mit der Burg Nohfelden erwähnt. Burg Nohfelden liegt auf dem Burgberg, einem Bergsporn an der Schlosstrasse (B 41). Südwestlich von Nohfelden liegt der Bostalsee und davon wieder südwestlich entspringt die Nahe.

Die Burg Nohfelden steht zentral mitten im Ort und ist als Ruine erhalten. Wilhelm Bossel II. vom Stein aus Oberstein an der Nahe war ihr Erbauer um 1285. Trotz der kriegerischen Auseinandersetzungen des 17. Jahrhunderts, in der die Burganlage schon gelitten hat, wurde sie immer wieder hergerichtet. 1804 verkauften die Franzosen die Burg und danach verfiel sie. Die Leute holten sich dort ihr Baumaterial. Übrig blieb der 21m hohe Bergfried und seit 1971 ist der Keller des Palas wieder zugänglich.

Das Areal der Burganlage ist heute bebaut. Am Burghof steht das ehemalige Amtshaus aus dem Jahr 1822 unter Denkmalschutz. Das zweigeschossige ehemalige Amtsgericht beherbergt das einzige Museum für Mode und Tracht im Saarland. Man erfährt einiges über Arbeitskleidung der Bergmänner beispielsweise, kann den Hutmoden durch die Jahrhunderte folgen und vielleicht auch erahnen, wo Stylisten für Stars bisweilen die ein oder andere Idee spinnen, denn nicht alles ist immer gleich eine neue Erfindung.

Auf dem Weg zum Bostalsee mit seinen zahlreichen Freizeitangeboten kommt man durch Türkismühle, wo sich auch der Bahnhof befindet. Das Örtchen hat sich aus einer Ansiedlung von Zoll- und Eisenbahnhäuschen entwickelt und hier kamen die Arbeiter aus Hermeskeil an, zu Fuß, um dann von dort in die Fremde zur Arbeit zu fahren. Dann kam die Hochwaldbahn zwischen Hermeskeil und Türkismühle und Türkismühle wurde so zeitweise sogar zum Bahnknotenpunkt.

In Türkismühle kann man sich im Nohfelder Kräutergarten über Heilpflanzen informieren. Auf einem 4.000qm großen Gelände hat der örtliche Apotheker einen privaten Gift- und Heilkräutergarten angelegt. Nach telefonischer Absprache werden Führungen angeboten.

Südlich des Kernortes Nohfelden liegt der Ortsteil Walhausen. Hier gibt es im Buchenwald nicht nur einen 1998 eingerichteten Schaumeiler, der auf das einst so wichtige Köhlerhandwerk verweist. Im Wald steht auch der Hinkelstein von Walhausen. Der Menhir ist etwa 6000 Jahre alt und eines der wenigen Zeugnisse frühester Besiedlung im Sankt Wendeler Land. In Walhausen hält sich bis heute die Sage, unter dem 15 Tonnen schweren Hinkelstein liege eine goldene Kutsche begraben, in der sich die Kriegskasse des Hunnenkönigs Attila befinde. Aber bitte: Graben verboten!

Der Nohfelder Ortsteil Wolfersweiler liegt südöstlich des Hauptorts an der Bundesstraße B 41. Wolfersweiler hat zwei Kirchen und hier ist ausnahmsweise die evangelische Kirche die ältere. Ihr Turmunterbau wird auf das 13. Jahrhundert datiert. Die evangelische Kirche ist von außen weiß und von innen erstrahlt sie in der gleichen Unschuld. Die katholische Kirche im Historismus stammt aus dem Jahr 1868 und ist St. Laurentius geweiht.

Nordöstlich von Nohfelden verläuft über eine sehr abwechslungsreiche Strecke der Bärenpfad (13km). Start ist die Burg Nohfelden mit dem angrenzenden Museum. Man geht ein Stück den Freisbach entlang, bevor es nach einem Weilchen bergauf geht und man zu Orten wie Bärenhöhle und Bärenfelsen gelangt. Schöne Aussicht belohnt den Aufstieg. Bis zum Naturdenkmal der Dicken Eiche zeigt sich der Weg abwechslungsreich über Pfade, durch ein Bachtal und durch Wald.