Bostalsee

Der saarländische Bostalsee ist ein überregional bekannter Freizeitsee, der viele Wassersportler und Urlauber anlockt. Mit 120ha Fläche ist der zu Nohfelden gehörende Bostalsee einer der größten, reinen Freizeitseen im Südwesten Deutschlands.

Man hat die Zeichen der Zeit recht früh erkannt und auf Tourismus gesetzt, um das Sankt Wendeler Land für seine Bewohner und Gäste attraktiver zu machen und staute 1979 die Bos und den Dämelbach mit einem 500m langen Staudamm auf. 8 Mio. Kubikmeter Wasser bei einer maximalen Tiefe von 18m laden seither zum Vergnügen ein. Nur in geringem Maße wird der Stausee zur Stromerzeugung genutzt, um beispielsweise die abendliche Beleuchtung am See zu unterhalten. Am südwestlichen Zipfel des Bostalsees ist das Naturschutzgebiet Bostalsee ausgewiesen.

Rund um den Bostalsee verläuft ein etwa 7km langer Wanderweg und am Bostalsee endet auch die St. Wendeler Skulpturenstraße. Die Straße der Skulpturen ist ein 17km langes Teilstück des Saarland-Rundwanderweges mit etwa sechzig Kunstwerken, die sich in die Naturlandschaft einfügen, oft aus Sandsteinblöcken gehauen wurden und sich dem Kernthema Frieden und Völkerverständigung widmen. Begonnen wurde mit dem Engagement 1971 und weiter wird es gehen mit der Erweiterung der Straße der Skulpturen zu einer europäischen Straße des Friedens.

Nahe dem Ort Bosen liegt das Kunstzentrum Bosener Mühle. Die einstige Getreidemühle aus dem 19. Jahrhundert bietet Kunstseminare mit Übernachtungsmöglichkeit und Ausstellungen.

Rund um den See liegen auch Sandstrände, um sich von Wassersportvergnügen zu erholen. Beliebt bei Seglern ist der Bostalsee aufgrund der günstigen Windverhältnisse. Wer nicht segeln kann oder mag, kann sich am Bootsverleih ein Tretboot oder Elektroboot leihen oder mit dem Solarboot Arche Noah eine Rundfahrt machen. Neben einer Segelschule gibt es auch eine Surfschule. Weitere Freizeitmöglichkeiten sind Beachvolleyball, Beachsoccer und für Menschen, die es etwas ruhiger mögen: Angeln.

Sollte das Wetter einmal nicht so sonnig sein und man Kinder dabeihaben, ist das Bosiland in der ehemaligen Eventhalle Bosaarium eine spaßige Indoorspielmöglichkeit. Südlich der Ortschaft Bosen ist ein 5-Sterne-Campingplatz mit rund 445 Wohnwagenstellplätzen, man kann sich auch einen Wohnwagen mieten oder ein Zelt und seit Sommer 2015 stehen auch fünf Märchenhäuser zur Verfügung. Diagonal gegenüber auf der anderen Seeseite zwischen den Ortschaften Eckelhausen und Gonnesweiler ist der Center Parcs Park Bostalsee mit 500 Ferienhäusern in sechs Dörfern und einem Tropenerlebnisbad angesiedelt.

Die Bos oder auch der Bosbach ist übrigens ein nur 6km langer Bach, der westlich von Bosen entspringt, den Bostalsee füllt und bei Gonnesweiler in die Nahe mündet. Noch kürzer ist der Dämelbach, der westlich des Campingplatzes entspringt und sein Nass an den Stausee Bostal abgibt.

Der Ort Gonnesweiler liegt an der Dammseite des Bostalsees. Hier befindet sich ein Jüdischer Friedhof mit 21 wieder hergerichteten Gräbern. Sehenswert ist die St. Nepomuk Kapelle oberhalb des Nahetals. Die Kapelle wurde ursprünglich 1748 erbaut und dann 1970 abgerissen. 2005 begannen Bürger mit der Rekonstruktion der Nepomukkapelle an einem anderen Standpunkt. Der Barockaltar in der Pfarrkirche von Gonnesweiler stammt aus einer Kapelle, die 1970 abgerissen wurde.

Etwas außerhalb von Gonnesweiler ließ ein Saarbrücker Ingenieur 1894 ein Jagdhaus erbauen, das 1930 umgebaut und vergrößert wurde. Das Jagdhaus Bocksborn ist ein dreigeschossiger Putzbau mit Krüppelwalmdach. Ein vorstehender Gebäudeteil mit tiefgezogenem Dach ist über einem Sockel in Fachwerk ausgeführt.