Seelbach (Nassau)

Der Seelbach ist ein Zulauf des Dörsbach und bildet ein Tal aus, in dem der gleichnamige Ort im Nassauer Land liegt. Die Geschichte von Seelbach ist eng verbunden mit der Geschichte der Abteikirche Kloster Arnstein.

Der adlige Theoderich Licinius schenkte seinem entfernten Verwandten Jonus Haseldern das Land ums heutige Seelbach verbunden mit der Bitte, an dieser Stelle ein Kloster zu bauen, um die heidnischen Germanen zu missionieren. Haseldern errichtete daraufhin gemeinsam mit seiner Familie auf einem Felsvorsprung zur Lahnseite hin das Kloster Arnstein.

Zum Gemarkungsgebiet gehört auch der Ortsteil Klostermühle am Eingang zum Dörsbachtal, nach einer alten Legende auch Jammertal genannt. Nicht weit von hier erinnert ein Gedenkstein an 200 gefallene österreichische Soldaten, die hier 1794 bestattet wurden.

Im Übergang zum Stadtgebiet von Nassau liegt im Lahntal die zu Seelbach gehörende Schleuse Hollerich, die 1856-59 aus Bruchsteinen erbaut worden ist. Die Schleuse ist für Schiffsgrößen bis 34m Länge geeignet, allerdings wird die Schleuse heute nur noch von zumeist deutlich kleineren Sportbootfahrern und Paddlern genutzt. Bei der Schleuse befindet sich das 43ha große Naturschutzgebiet Schleuse Hollerich, in dem noch seltene Würfelnattern heimisch sind.