Schloss Brenz und Kloster Medlingen: Rundtour im Brenztal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 59 Min.
Höhenmeter ca. ↑307m  ↓307m
Kein Wegzeichen hinterlegt

In Brenz an der Brenz steht das wunderschöne Schloss Brenz, in dem seit 2017 auch eine von 26 Infostellen des Geoparks Schwäbische Alb Obdach hat. Wir wandern zur Stiftskirche Mariä Himmelfahrt, die zum einstigen Klosters Obermedlingen gehörte. Durch überwiegend kultivierte Flächen und ein Wäldchen wandern wir südlich von Hermaringen an die Brenz und durch Bergenweiler nach Sontheim, unser Start und Ziel.

Vom Bahnhof Sontheim aus gehen wir gegen den Uhrzeigersinn in die Runde, die uns an die 52km lange Brenz (Donauzufluss) führt. Ein Mühlkanal wurde rechterhand von uns gezogen. Wir wollen auf den Schlosshügel in Brenz zum Wahrzeichen von Sontheim. Das Schloss Brenz stammt aus der Zeit der Renaissance und hat seine Wurzeln als Burg. Das heutige Schloss ist das Ergebnis einer Bauphase, die vorwiegend 1672 endete.

Wir sehen eine herrschaftliche, gepflegte dreiflügelige Anlage mit Gewölbekeller, schmuckem Innenhof, Rittersaal, dem Grävenitzzimmer, wo auch Trauungen stattfinden. Ebenfalls ist im Schloss das neu eingerichtete Heimatmuseum zu finden. Mit der Infostelle des Geoparks Schwäbische Alb kam ein weiteres Highlight hinzu.

Benachbart ist die evangelische Galluskirche von Brenz, eine spätromanische Säulenbasilika aus dem 12./13. Jahrhundert aus unregelmäßigen Quadersteinen. Auffallend sind die Rundbogenfriese mit Kopfkonsolen und Reliefsteinen aus Weißem Jura und Kalktuff. Im Inneren sind Überbleibsel aus dem 13. Jahrhundert und gotische Malereien aus dem 15. zu sehen.

Am Friedhof vorbei verlassen wir Brenz und wandern nach Medlingen, bestehend aus Unter- und Obermedlingen. Die kleine Loretokapelle wurde 1757 errichtet, ein rechteckiger Bau mit einem Dachreiter auf dem Giebel.

Das Kloster Obermedlingen wurde im 13. Jahrhundert gegründet und es zogen Dominikanerinnen ein. Durch die Jahrhunderte erfuhr es Wechsel, von einem Frauen- zu einem Männerkonvent, es wurde auch zwischendrin aufgelöst, letztlich nochmal im Zuge der Säkularisation 1804. Etliche einstige Klostergebäude wurden abgerissen. Im vergangenen Jahrhundert gab kurz ein Prämonstratenserorden ein Gastspiel.

Für die 1721 geweihte Stiftskirche Mariä Himmelfahrt wurde 1700 der Grundstein gelegt, auch für den Klosterneubau. Weithin sichtbar ist der 73m hohe Kirchturm. Das neubarocke Deckengemälde im Langhaus wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert geschaffen. Hübsch anzusehen ist die Innengestaltung mit weiß und dem sich absetzenden dunkeln Holz.

Wir wandern auf und wieder ab, queren nach etwa 10,6km die B492 und gehen an die Brenz. Dort wo wir sie passieren, stößt die kleine Hürbe hinzu und die Brenzbahn hat ihre Schienen ausgelegt. Vom nahegelegenen Brenzturm aus kann man über die rekultivierte Aue schauen. Wir folgen der mäandernden Brenz, rechterhand liegt das kleine Naturschutzgebiet Ravensburg. 

In Bergenweiler wandern wir an der evangelischen Kirche vorbei, nehmen die Dorfstraße und kommen zu einem Spielplatz, wo ein Brenzarm um ein kleines Grün geschlungen wurde. Entlang von Waldrand und Feldern geht es nach Sontheim.

Bildnachweis: Von Heimatmuseum [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Vgwort