Rundwanderung von Blankenburg zum Ziegenkopfturm und zur Wilhelm-Raabe-Warte


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 47 Min.
Höhenmeter ca. ↑341m  ↓341m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Heute wollen wir in einem abwechslungsreichen Auf und Ab die südwestliche Region von Blankenburg erkunden. Blankenstein, Luisenburg, Silberhüttenteich, Sägemühlenteich, Ziegenkopfturm und die Wilhelm-Raabe-Warte auf dem Eichenberg haben wir uns vorgenommen. Der Schriftsteller Wilhelm Raabe (1831-1910) war nicht nur poetisch unterwegs sondern konnte auch malen.

Wir begeben uns auf den Weg der malerischen Harzlandschaft ab dem Parkplatz Schnappelberg nahe dem Museum Kleines Schloss in Blankenburg. Durch die Marktstraße und Winde gehen wir in die Bergstraße. An der liegt das Herbergsmuseum. Es ist das einzige in dieser Geschlossenheit. 1684 wurde das Fachwerkhaus gebaut und war von 1884 bis 1916 Unterkunft für reisende Handwerksgesellen.

Zünftig wandern wir weiter, es geht bergauf, zur Bergkirche St. Bartholomäus. Die mittelalterliche Kirche ist evangelisch-lutherisch. Teile von ihr stammen aus der Zeit um 1200 und sie war mal Klosterkirche. An ihr kommt übrigens auch der Harzer Klosterwanderweg vorbei. Wir gehen zum Schlossberg hinauf auf den Blankenstein (334m) aus Kalk.

Das Schloss Blankenburg entstand ab 1123. 1705 wurde aus dem Renaissancebauwerk eine barocke Residenz. Der dreigeschossige und verputzte Gebäudekomplex, der sich um einen Innenhof gruppiert, kann teilweise besichtigt werden und lockt bisweilen Filmteams. Die Liegenschaft erfordert stetige Sanierung, weshalb nicht immer alles für Besucher geöffnet ist.

Es geht weiter hinauf auf den Calviusberg (352m) mit den Resten eines einstigen Lustschlösschens, der Luisenburg (Stempelstelle der Harzer Wandernadel), die von 1728 bis 1945 dort stand und wegen Baufälligkeit abgetragen wurde. Grundmauerreste, teils unter Eichen, erinnern an die Herzogin Christine Luise von Braunschweig.

Als nächstes kommen wir zum Silberhüttenteich, der vom Kleinen Jordan gespeist wird und der diesen Teich mit dem Sägemühlenteich verbindet, der als nächstes nahe unserer Wanderroute ist, auf der wir etwa 3km hinter uns gelassen haben.

Weiter geht es in nördliche Richtung bergauf zum Ziegenkopf (406m, Stempelstelle) mit dem Ziegenkopfurm. Der 30m hohe Turm, untenrum gemauert und oben mit Holz verkleidet, bietet eine Rundumsicht bis zum Brocken (1.141m) und an seinem Fuße Gastronomie.

Zum Glück geht es nach der leckeren Rast für circa 1km bergab. Den nächsten Kilometer erklimmen wir zum Eichenberg, wo wir auf dem höchsten Punkt der Runde bei 416m sind. Auf dem Eichenberg steht die Wilhelm-Raabe-Warte, ein 21,6m hoher Aussichtsturm, der 1896 zu Ehren von Wilhelm II. gebaut und erst in den 1950er Jahren zur Wilhelm-Raabe-Warte umgetauft wurde. „Der schwierigste Weg, den der Mensch zurückzulegen hat, ist der zwischen Vorsatz und Ausführung.“ – hat Raabe gesagt.

Uns trennen jetzt noch 4km bis zum Ende der Ausführung und die geht es hinunter. Dabei kommen wir über den Panoramaweg ins Städtchen rein, gehen durch die Grünanlagen von Stadtpark und Thiepark mit Lindenallee, Springbrunnen und Wiesen zurück zum Schnappelberg.

Bildnachweis: Von www.total-reality.de  [GFDL], via Wikimedia Commons

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