Runde vom Nationalparkzentrum in Bad Schandau zu den Ochelwänden im Brand


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 1 Min.
Höhenmeter ca. ↑554m  ↓554m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Bad Schandau ist ein Kneippkurort an der Elbe, im Herzen der Sächsischen Schweiz, liegt malerisch gestreckt zwischen Elbufer und den bewaldeten, felsigen Hängen sowie am Nationalpark Sächsische Schweiz nebst einem Nationalparkzentrum in der Dresdner Straße.

Bad Schandau erreicht man individuell, mit der Bahn und aus Dresden mit einem historischen Dampfschiff. Östlich unserer Wanderung durch das Städtchen ist das Kirnitzschtal mit der Kirnitzsch und dem begleitenden ebenfalls historischen Kirnitzschtalbähnchen. Wir wandern von Bad Schandau hinauf ins Klettergebiet rund um die Ochelspitze im Felsengebiet Brand und wir haben genügend Proviant dabei.

Um gleich einige Wegemarken vorwegzunehmen: wir sehen das Kirnitzschtal, Goßdorf-Kohlmühle mit der verlassenen Linoleumfabrik, den Kohlichtgraben, das Klettergebiet Ochelspitze, den Waitzdorfer Bach im Tiefer Grund, das Polenztal, bei Porschdorf die Vereinigung von Polenz und Sebnitz zum Lachsbach sowie Rathmannsdorf. Start ist nahe der Elbbrücke auf dem Parkplatz Basteistraße. Von dort flaniert es sich entspannt am Elbufer. In Bad Schandau sind einige schmucke Häuser zu sehen, die auf prachtvolle Gründerzeiten zurückgehen. Nahe dem Rathaus (1883) gelangen wir über die Dresdner Straße.

Das Nationalparkzentrum Sächsische Schweiz in Bad Schandau bietet Ausstellungen und Experimentieren in deutscher und tschechischer Sprache. Es findet sich zwischen Dresdner Straße und Elbstraße. Wir spazieren jetzt erstmal bummelig durch die geschäftige Zauknerstraße und zweigen ab auf die Zaukenpromenade zwischen den Aussichtspunkten Zaukenhorn und Schlossbastei.

Es geht weiterhin bergauf über den Schlossberg. Der Weg heißt Kiefricht Promenade und bringt uns durch ein Kleingärtenareal. Östlich von uns ist das Kirnitzschtal. Wir wandern durch abwechslungsreiche Landschaft mit Wald und Feldfluren sowie hinunter an die Sebnitz bei Goßdorf-Kohlmühle.

Links von unserem Wanderweg erstreckt sich das recht große Areal der VEB Linoleumwerke Kohlmühle (Likolit). 1902 wurde es gegründet, war „Volkseigener Betrieb“, 2013 wurde die Insolvenz eingeleitet und nun gammelt das denkmalgeschützte Ensemble vor sich hin und startet eine neue „Karriere“ als beliebtes Motiv der „Lost- und Rotten-Places-Community“.

Wir queren ein Bahngleis, wandern durch Kohlmühle und treffen den Kohlichtgraben, dem wir bergan folgen, so lange, bis wir scharf links in den Mühlweg einbiegen, der in den Ochelweg übergeht.

Wenn wir auf die Straße nach Waitzdorf treffen, sind wir auch am Tiefer Grundbach und dem Weg Tiefer Grund. Der bringt uns talwärts zum Wanderparkplatz Frinztalmühle sowie ins Polenztal. Polenz und Sebnitz fließen nahe dem Bahnhof Poschdorf zum Lachsbach zusammen und der in die Elbe. Wir begleiten ihn dabei ein Stück.

Nochmal auf geht’s, wenn wir dem Lachsbach Tschüss oder auf Tschechisch „Sbohem“ sagen, um auf dem Pferdesteig nach Rathmannsdorf zu wandern. Man kann einen kleinen Abstecher ins Feld unternehmen, wo ein Aussichtsturm (Eintritt) wartet. Uns führt der Arbeiterweg nach Bad Schandau zurück.

Bildnachweis: Von Dr. Bernd Gross [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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