Sächsische Schweiz

Die Sächsische Schweiz ist der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges und liegt östlich von Dresden, links und rechts der Elbe. Die Sächsische Schweiz geht nach Nordosten in die Lausitz über. Im Westen schließt sich das Erzgebirge an.

"Wandern, wandern, wandern! Das ist vielleicht das Schönste, was man im Elbsandsteingebirge machen kann. Die uralte Naturlandschaft mit ihrer bizarren Felsenwelt und ihrer faszinierenden Flora und Fauna ist eines der zauberhaftesten Wanderreviere Europas." So schreibt es der Tourismusverband Sächsische Schweiz und bringt es auf den Punkt. Die Sächsische Schweiz ist eines der Top-Wandergebiete Deutschlands.

Seit dem 19. Jahrhundert ist die Sächsische Schweiz Ausflugs- und Urlaubsziel. Vor allem Maler der Romantik ließen sich von der wilden Schönheit der Felsenlandschaft der Sächsischen Schweiz inspirieren. Auch Literaten und Musiker spürten, wie sich die Muße von der Natur verzücken ließ. Caspar David Friedrichs "Der Wanderer über dem Nebelmeer" zeigt es und von Webers "Freischütz" bringt es zu Gehör.

Der bekannteste Hauptwanderweg der Sächsischen Schweiz nimmt auf die künstlerische "Inbesitznahme" Bezug: Der Malerweg leitet in einer großen Runde durch die wunderbaren Landschaften an beiden Ufern der Elbe. Die Felsenburg Neurathen auf der Bastei wird angesteuert, die Schrammsteine und Affensteine, der Große Winterberg (556m) und die Festung Königstein. Start und Ziel ist in der schönen Elbestadt Pirna.

Damit die Natur weiterhin so einzigartig bleibt, wurde 1990 der Nationalpark Sächsische Schweiz gegründet. Geschützt ist eine Fläche von knapp 94 Quadratkilometern. Allein der Nationalpark lockt jährlich gut 1,7 Millionen Besucher. Der vor rund 200 Jahren kultivierte Fichtenwald wird langsam wieder durch natürlichen Laubmischwald ersetzt. In den Wäldern leben heute u.a. auch wieder Luchse und Rotwild, in den Bächen schwimmen Forellen und Lachse.

Die Sächsische Schweiz ist Wanderziel, Klettergebiet und der größte Übernachtungssaal der Republik. Denn in der Sächsischen Schweiz wird gebooft. Boofen nennt man die Übernachtung unter einem Felsvorsprung, der so genannten Boofe. Das Übernachten in der Freiheit - ohne Zelt - hat eine lange Tradition in der Sächsischen Schweiz. Viele Jugendliche fahren übers Wochenende in die Sächsische Schweiz, um zu boofen. Im Nationalpark ist das Boofen heute allerdings ausschließlich an den vom Nationalparkamt gekennzeichneten Plätzen erlaubt.

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