Rundtour von Schmilka auf den Großen Winterberg (Sächsische Schweiz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 56 Min.
Höhenmeter ca. ↑520m  ↓520m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Grenzort Schmilka hat einen interessanten Charme, man mag es anfangs gar nicht so recht einschätzen. Ist das jetzt echt alt oder auf alt gemacht?

Fast. 1/3 der Häuser in Schmilka jedenfalls gehören einem einzigen Menschen. gehört eine Mühle, ein Restaurant, ein Café, ein Bio-Hotel, Ferienwohnungen und alles nach biologischen Grundsätzen betrieben und gebaut.

Wir starten an der Elbe am Parkplatz Schmilka Grenzübergang an der B172, die Bad Schandau mit dem zugehörigen Schmilka verbindet. Wir wandern durch den malerischen Ort Schmilka, der auch am Malerweg gelegen ist und zwar als Ziel der 5. Etappe und Start der 6. Etappe.

Wir kommen vorbei an einem Café und an der Mühle am Ilmenbach. Die Schmilk`sche Mühle aus dem Jahr 1665 wurde 2007 wieder funktionstüchtig hergerichtet, zeigt sich in vier Farben und entstand nach der Vorlage eines Kupferstichs von Adrian Ludwig Richter, der vor rund 200 Jahren den Malerweg wanderte. In der Mühle ist eine Backstube mit Holzbackofen. Hier wird nach Biokriterien aus dem Mühlenmehl leckeres Backwerk erzeugt.

Wir verlassen die Ortsbebauung und den Ilmenbach durch Einbiegen in den Bergsteig. Dann öffnet sich die Runde und wir halten uns rechts, dem Grenzweg folgend. Entlang der Grenze geht es bergan und wir stoßen auf die Winterbergstraße, deren Serpentinenverlauf wir erwandern.

Nach etwa 3,6km und auf einer Höhe von knapp 500m biegen wir in den Müllerwiesenweg ab. Die Wanderung führt weiter auf dem Fremdenweg, erst auf, dann ab zum Katzenstein. Dort halten wir uns links, folgen für knapp 1km dem Weg Roßsteig, biegen an einer Kreuzung nach links in den Fremdenweg ein, hinauf zum Großen Winterberg.

Der Große Winterberg ist mit seinen 556m die zweithöchste Erhebung in der Sächsischen Schweiz in Sachsen. Er ist Teil eines größeren, zusammenhängenden Massivs, zu dem auch die Affensteine und Schrammsteine zählen. Hier oben gab es bis Ende Oktober 2016 ein Berggasthaus, das seitdem geschlossen ist.

Auch vor Ort ist das sanierte Eishaus, das als Nationalpark-Informationsstelle dient. Der 15,5m hohe hölzerne Aussichtsturm, der Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Berggasstätte entstand, wurde nach Sanierung 2008 wieder geöffnet. Der Blick fällt über die Felslandschaften und Wipfel der Sächsischen und Böhmischen Schweiz sowie das Elbtal. Erst bleiben wir noch kurz auf der Winterbergstraße, biegen dann auf den abwärts führenden Bergsteig ein, der uns nach Schmilka zurückbringt.

Bildnachweis: Von Bybbisch94, Christian Gebhardt - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Vgwort