Heilige Stiege, Rotkehlchenstiege und Zurückesteig


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 55 Min.
Höhenmeter ca. ↑590m  ↓590m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir starten in Schmilka, einen malerischen Ort am Malerweg. Schmilka ist ein Teil von Bad Schandau und hier verwirklichte sich ein Visionär, dem gut 1/3 der Örtlichkeit gehört, das er mit Nachhaltigkeit gestaltete, zum Beispiel mit dem ersten Bio-Hotel oder einer Bio-Bäckerei mit Bio-Mehl aus der Schmilk’schen Mühle.

Natur fast pur erleben wir via der Rotkehlchenstiege, dem Zurückesteig und der Heiligen Stiege. Treppauf und treppab geht es durch den Heringsgrund und den malerischen Ort zurück an die Elbe. Insgesamt sind wir am Ende der Wanderung weit über tausend Stufen gegangen - gut für den Muskelaufbau!

Beginn ist der Parkplatz Schmilka-Grenzübergang und wir wandern durch das schmucke Schmilka am Ilmenbach. Der Wurzelweg bietet dann einen ersten Vorgeschmack und das Warmup sozusagen. Bei der Zwieselhütte biegen wir in den Elbleitenweg und treffen auf die Rotkehlchenstiege, die durch den Falkoniergrund auf die Schrammsteinkette führt.

Als Stiege zählt die Rotkehlchenstiege zu den weniger kniffligen Klettersteigen, sie kommt auch ohne Seilsicherung aus. Wir treffen auf eine imposante überhängende Felswand. 2012 wurden einige Hühnerleitern durch neue Stufen ersetzt und im oberen Teil kommen wir über steinerne und etwas höhere Stufen. Als Wegemarkierung ist ein grüner Bergpfad-Pfeil zu sehen.

Wenn wir die Rotkehlchenstiege verlassen, kommen wir auf den Zurückesteig, ebenfalls wunderbar zu erleben. Der Zurückesteig mit rund 500m führt als Pfad über Eisentreppen und durch zerklüftete Felsen der Schrammsteine. Der Höhenunterschied ist moderat und es gibt hübsche Verweil-Plätze. Kurz bevor der Zurückesteig endet, biegen wir nach rechts ab und gehen die Heilige Stiege hinunter.

Die Heilige Stiege hat es in sich, egal in welcher Richtung man unterwegs ist. Einst waren die Stufen aus Holz und wurden dann durch stählerne Leitern und Stufen ersetzt. Mit 903 Stufen ist sie die Steiganlage mit den meisten Stufen in der Sächsischen Schweiz und die merkt man dann auch im Zittern der unteren Extremitäten, wenn man sie hinter sich hat. Im Anschluss geht es durch den Heringsgrund.

Der Lehnsteig verbindet den Wurzelweg mit dem Reitsteig. Wir treffen den Lehnsteig im unteren Drittel, nahe den Aussichten am Bösen Turm und nutzen den hübsch mit Holzstufen versehenen Lehnsteig abwärts und kommen auf den Wurzelweg, den wir alsbald verlassen, um in den Beritt der Poblätzschwände abzubiegen. Die Felsen linkerhand hören auf Namen wie Wurzelwarte, Hennefels, Sommer- und Winterturm oder eben Poblätzschturm.

Schustergrund und Winterbergstraße bringen uns über den Ilmenbach, dann geht es via Bergsteig nach Schmilka weiter abwärts. Da freuen wir uns über das Elbetal mit Ilmenquelle und den Leckereien aus der Bio-Bäckerei an der Schmilk’schen Mühle aus dem Jahr 1665 … die Mühle, nicht das Backwerk.

Bildnachweis: Von Ronny Siegel [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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