Schmilka Runde: Kaiserkrone - Zirkelstein - Elbpanorama (Elbsandsteingebirge)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 34 Min.
Höhenmeter ca. ↑816m  ↓816m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Wanderung überschreitet gleich zweifach Grenzen: über die Deutsch/Tschechische und links- wie rechtselbisch über die Flussgrenze mit zwei Fährfahrten. Eine überbrückt die Elbe zwischen Hřenzko und Schöna, eine zwischen Schmilka am Grenzübergang zum Bahnhof Schmilka-Hirschmühle. Die Kaiserkrone mit herrlichem Blick auf die Schrammsteine und der Zirkelstein sind weitere Höhepunkte der Runde, die an der S-Bahn-Station in Schmilka-Hirschmühle startet.

Der Kern von Schmilka (Bad Schandau) liegt gegenüber. Wir wandern ein kleines Stück entlang der Elbe, biegen dann vom Elberadweg nach rechts auf den Aschersteig ab, überqueren das Gleis, gehen bergauf durch Wald und Feld nach Schöna (Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna).

Hier lockt die Kaiserkrone mit fantastischen Aussichten. Die Kaiserkrone ist ein zerklüfteter Tafelbergrest, der sich mit dem benachbarten Zirkelstein über die Ebene von Schöna erhebt. Caspar David Friedrich nahm eine Felsgruppe zur Vorlage für das 1818 entstandene Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer“. Die Kaiserkrone insgesamt wird von drei Felsklüften gebildet. Wir sehen oben angekommen die Schrammsteine, den Großen Winterberg, können nach Tschechien schauen, sehen den markanten Zirkelstein (385m), im Osten erblickt man den kegelförmigen Rosenberg. Im Anschluss gehen wir durch Schöna.

Schöna zeigt sich mit sogenannten Häusleranwesen und Dreiseiterhöfen. Häusler waren Kleinbauern mit wenig Grundbesitz. In Schöna ist in einem in der Region typischen Umgebindehaus die Heimatstube eingerichtet. Das Umgebindehaus ist ein Mix aus Massiv-, Block- und Fachwerkbaustil miteinander verbindet.

Nächstes Ziel ist der Zirkelstein, den der bekannte Wanderer über dem Nebelmeer auf dem Gemälde auch schon gesehen hat. Seine Form ist recht markant. Am Fuß des Zirkelsteins ist ein einstiges Naturfreundehaus mit Landgasthof und einem Bungalowdorf. Durch Felder und Wald wandern wir hinunter an die Elbe und folgen ihr am Elberadweg, zwischen Fluss und Gleis, zur Fähre, die uns nach Hřenzko (übersetzt: Herrnskretschen) bringt. Hier gesellt sich der Fluss Kamenice (Kamnitz) zur Elbe, dem wir durch den Ort mit einigen gastronomischen Angeboten flussaufwärts rund 900m folgen. Hřenzko lebt von den Touristen, die von hier aus die Böhmische Schweiz entdecken oder einfach nur einkaufen wollen.

Nahe dem Ortsende schrauben wir uns linksabbiegend einen Weg hinauf namens Senná cesta (Heuweg) und sind im Naturschutzgebiet. Nochmal links und wir folgen der Johannespromenade für rund 2km, oberhalb der Elbe, dann geht es nach rechts und auf den nächsten gut 2km durch Wald bis auf 413m, dem höchsten Punkt der Wanderung, wo wir die Grenze überschreiten sowie in den Nationalpark Sächsische Schweiz kommen. Jetzt biegen wir nach links in die Winterbergstraße ein. Zufallsturm und Kipphorn liegen zur Rechten.

Über den Bergsteig geht es hinunter ins schmucke Schmilka, mit dem Ilmenbach und der hübschen Mühle, die nach alten Bildern wiederhergerichtet wurde und wo man leckere Backwaren aus dem Mehl der Mühle kaufen kann. Nun heißt es noch einmal Fähre fahren und wir sind am Ausgangsort zurück – müde und satt, wie schön is‘ dat.

Bildnachweis: Von Olaf1541 - Eigenes Werk - CC BY 2.5, Link

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