Rund um die Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 13 Min.
Höhenmeter ca. ↑588m  ↓588m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Besuchermagnet bei Königstein in Sachsen ist die Festung Königstein, eine der größten in Europa, sie thront gut 230m hoch über der Elbe und geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Die Festung steht auf dem Tafelberg Königsstein, der bereits zur Bronzezeit besiedelt war. Wir wandern um die Anlage herum, sollten für eine Besichtigung zusätzlich Zeit einplanen und Eintrittsgeld parat haben.

Mit dem Königstein und Quirl (350m) haben wir zwei Höhen auf der Wanderung, um die Stadt der vier Steine – die anderen beiden sind der Lilienstein und der Pfaffenstein. Königstein ist übrigens auch Zwischenziel des Malerwegs durch die Sächsische Schweiz.

Wir starten an der Elbe am Bahnhof Königstein, in dessen Nähe die Fähre nach Halbestadt ablegt. Auch sind wir nah an der Mündung der Biela in die Elbe. Wir gehen zur evangelischen Stadtkirche Königstein, der Marienkirche auf dem Schreiberberg, die Barock und Klassizismus vereint.

Wer vom Fluss auf eine Festung will, muss rauf! Vom tiefsten bis höchstens Punkt der Runde haben wir gut 1,5km zu tun. Dabei geht es durch Wald und über eine Lichtung mit einer Schänke, wir kommen an der Höhle Friedrichshalle vorbei, zum Wachturm und dann geht es auf den Patrouillenweg mit Aussichten weiter.

Der Patrouillenweg führt einmal ganz um die Anlage herum. Im Inneren ist der mit 152,5m einer von den tiefsten Burgbrunnen Europas. Noch ein paar Zahlen? Die Festung Königstein hat rund 50 Bauten, die bis zu 400 Jahre alt sind, 1.800m Wallgang, bis zu 42m hohe Mauern, das Königsteiner Riesenfass mit Landwein fasste beinahe 250.000 Liter (nicht mehr da), letzter Festungsausbau mit 8 Geschützstellungen war 1895, Besucherzahl jährlich liegt bei 500.000.

Unsere Patrouille endet nach gesamt rund 2,8km mit einigen herrlichen Aussichten. Wir gehen abwärts zum Eselsweg, in den wir nach links einbiegen, in der Nähe ist der Eselsbach, der der Biela zufließt. Die Stelle passieren wir auch bei der Leopoldishainer Straße und der Bielatalstraße, die wir überqueren. Dann schwenken wir auf den Unterer Kohlweg bei einer Papierfabrik und bemühen uns um die Erkundung des zweiten Steins, aufwärts via Kirchleitenstraße, Dreirutenweg und auf die Quirlpromenade.

Auf dem 350m hohen Quirl finden sich einige Höhlen, zu denen wir dann Abstecher machen müssten. Eine davon heißt Diebskeller und ist flächenmäßig mit 230m² die größte Schichtfugenhöhle in der Sächsischen Schweiz, sie hat sogar zwei Etagen und vor ihr steht ein Tisch, an dem Jagdgesellschaften im 18. Jahrhundert noch gebechert haben mögen. Höhlenfans können drumherum noch 13 weitere kleinere Höhlen entdecken.

Wir grüßen den Quirlwächter an der Quirlpromenade, wandern von Fels und Wald begleitet einmal herum und marschieren talwärts nach Königstein zurück.

By Nikater [Public domain], from Wikimedia Commons

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