Pfaffendorf: Über die Quirlpromenade zum Pfaffenstein


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 42 Min.
Höhenmeter ca. ↑267m  ↓267m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Pfaffenstein, aufgrund seiner zahlreichen besonderen Felsformationen, wird auch gerne als eine Art Sächsische Schweiz im Taschenformat geschildert. Er ist 435m hoch, sein Plateau hat 12ha und auf dem Tafelberg sind 32 freistehende Kletterfelsen.

Die um 43m hohe Felsnadel Barbarine ist die Prominenteste, wurde wegen zum Schutz, ihrem eigenen und der Sportler für das Klettern gesperrt. Der Quirl liefert uns dann Einsichten in zahlreiche Höhlen, wenn wir Abstecher dorthin machen.

Start ist in Pfaffendorf, einem Teilort von Königstein, das benachbart ist – übrigens verbindet die beiden auch die 7. Etappe des Malerwegs. Pfaffendorf liegt erhöht über der Elbe in einem Gelände, das zur Biela hin leicht abfällt. Es ist umgeben von Wiesen und Ackerflächen. Wir starten zwischen Pfaffendorf und Königstein am Parkplatz, den wir Am Stallhübel finden.

Da wir schon auf 242m sind, können wir es um den 350m hohen Quirl langsam bergan gehen lassen. Wir nehmen nur teilweise die Quirlpromenade, wobei wir von ihr aus die Gelegenheit hätten, zur flächenmäßig größten Schichtstufenhöhle der Sächsischen Schweiz, dem Diebskeller, abzuzweigen. Die Höhle hat sogar zwei Etagen und einen Jagdtisch davor. Wer also Höhlen entdecken will, macht einen Abstecher. Wenn nicht, dann auf der GPS-Route weiterwandern, die etwas enger um den Quirl-Gipfel Quirl leitet als die Quirlpromenade.

Auf die kommen wir dann aber wieder, wenn wir rund 1,8km gewandert sind. Wir gehen ein Stück Kirchleitenstraße und biegen in den Oberen Kohlweg ein, Zielrichtung ist der Pfaffenstein, der seit 1997 unter Naturschutz steht. Der nächste interessante Name kommt uns mit dem „Bequemer Weg“ unter die Füße und vor die Augen schieben sich die zahlreichen Felsformationen in den Abschnitten, die da heißen Schwedenkeller, Dom oder Brombeerscharte.

Auf dem Pfaffenstein gibt’s ein Gasthaus zur Einkehr und einen oktogonalen, 29m hohen Turm zur Aussicht. Der wurde 1904 gemauert und 1995 saniert. Beim Gasthaus kann man sich eine Ausstellung zur örtlichen Geologie und Geschichte ansehen.

Als nächstes lockt das Nadelöhr, so heißt der weitere Weg und folgt seinem Namen. Da muss man durchschlupfen, über Steinstufen und eine Eisenleiter. Es kann schon mal eng werden. Aufatmen lässt sich in der offenen Landschaft, die die Pfaffensteinweg umgibt und jenen, auf den wir links von ihm abbiegen, um zum Ausgangsort zurückzuwandern.

Bildnachweis: Von Chmee2 - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

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