Malerweg Etappe 7 von Gohrisch über Pfaffenstein und Festung Königstein nach Weißig


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 42 Min.
Höhenmeter ca. ↑468m  ↓538m
Malerweg durchs Elbsandsteingebirge (Sächsische Schweiz)

Diese Tageswanderung auf dem Malerweg könnte man auch gut als Königsetappe bezeichnen, denn es geht zur Festung Königstein, einer der größten Bergfestungen Europas. Wir wandern los im Kurort Gohrisch und gehen über den Alten Schulweg nach Pfaffendorf.

In Pfaffendorf beginnt der Anstieg zum Pfaffenstein (435m), einem der bekanntesten Tafelberge im Elbsandsteingebirge. Wegen der vielfältigen Strukturen, Schluchten und Felsformationen wird der Pfaffenstein auch schon einmal als Sächsische Schweiz im Kleinen bezeichnet. Die bekannteste Felsnadel am Pfaffenstein heißt übrigens Barbarine und reckt sich schlanke 45m in die Luft.

Der Pfaffensteinweg bringt uns zum Nadelöhr, durch das wir nun auf 570 ungleich hohe Holz- und Eisenstufen den Anstieg hinauf wagen. Das Gipfelplateau des Pfaffensteins zieht sich über einen Kilometer in Nord-Süd- und rund 400m in West-Ost-Richtung. Wem die natürlichen Aussichten nicht reichen, nimmt weiter Stufen unter die Füße und besteigt den Aussichtsturm Pfaffenstein, der 1904 erbaut und 1995 grundlegend renoviert wurde. Körperliche Stärkung gibt’s im Gasthaus Zum Pfaffenstein.

Wir wandern nun über den Bequemen Weg zur Quirlpromenade, die uns um den Quirl (350m) herumführt. Dann geht es hinein nach Königstein, die Stadt der vier Steine (gemeint sind Königstein, Lilienstein, Pfaffenstein und Quirl). Im Stadtkern kommen wir an der evangelischen Marienkirche vorbei, die im 15. Jahrhundert erbaut wurde.

Über den Latzweg wandern wir nun zum Fuß der Festung Königstein (ein Abstecher ist unbedingt zu empfehlen, sollte aber mit zwei Stunden Besichtigungszeit kalkuliert werden und kostet natürlich Eintrittsgeld). Der Königstein erhebt sich 230m über dem Elbetal und wurde schon zur Bronzezeit besiedelt. Über fünfzig Bauten zeugen heute von hunderten von Jahren militärischen Lebens auf der Festung Königstein. 1563-69 wurde innerhalb der Burg der 152,5m tiefe Brunnen in den Fels geschlagen – man war unabhängig von Wasservorräten und damit uneinnehmbar.

Der Malerweg leitet südlich an der Festung Königstein vorbei und wir wandern nach Thürmsdorf. Hier steht Schloss Thürmsdorf, ein ehemaliges Rittergut, das im frühen 20. Jahrhundert seine heutige Gestalt bekam. 1908-12 schuf der königlich-sächsische Gartenbaudirektor Max Bertram den knapp 4ha großen Schlosspark mit Teich und Rosengarten. Nun leitet der Malerweg an die Elbe und wir wandern am Waldrand entlang zum Etappenziel in Weißig.

Bildnachweis: Von Friedhelm Dröge [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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