Rund um Bad Homburg (Taunus)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑118m  ↓118m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Bad Homburg ist einen Ausflug wert. Die Kreisstadt im Hochtaunus war kaiserliche Sommerresidenz, ist Sitz eines der bekanntesten Casinos der Republik und verfügt über einen bemerkenswerten Kurpark. Wir starten unsere Tour durch Bad Homburg am Schloss Bad Homburg.

Schloss Bad Homburg entstand 1680-85 auf Basis einer mittelalterlichen Burg, von der heute noch der Weißer Turm genannte Bergfried erhalten ist. 1866 kam Bad Homburg an Preußen und die späteren Kaiser fühlten sich offensichtlich vor den Höhen des Taunus wohl. Speziell der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. nutzte das Homburger Schloss für die Sommerfrische.

Wir spazieren durch die Dorotheenstraße los. Rechterhand erhebt sich mächtig die 1903-08 entstandene Erlöserkirche, die evangelische Hauptkirche von Bad Homburg. Die Erlöserkirche gilt als gutes Beispiel des Wilhelminismus.

Wenig später passieren wir die Marienkirche, die 1892-95 errichtete katholische Hauptkirche Bad Homburgs. Es geht über die Thomasstraße in die Schöne Aussicht, die uns direkt zum Rathausplatz bringt. Hier halten wir uns rechts und spazieren auf den Bahnhof zu. Ein separates Empfangsgebäude für den Kaiser und seine Gäste ist bis heute erhalten.

Durch die Frölingstraße laufen wir vor bis zur Schleußnerstraße, halten uns hier links bis wir später der Werner-Reimers-Straße nach rechts folgen, die Zeppelinstraße passieren und den Kronenhof erreichen, ein Hofgut mit angeschlossener Brauerei.

Hinter dem Kronenhof halten wir uns links. Vorbei am Tierfriedhof treffen wir auf die Regionalpark-Rundroute Rhein-Main. Ihr folgen wir durch den Taunengraben. Diese Strecke wurde von römischen Soldaten und mittelalterlichen Kaufleuten schon genutzt. Heute ist der Taunengraben hübsch hergerichtet, mit kleinen Plätzen, gepflastert mit Natursteinen aus dem Taunus. Sitzbänke laden zum Verweilen ein.

Wir folgen der Trasse der Regionalpark-Rundroute bis hinauf zur Kläranlage. Hier trennen sich die Wege und wir folgen dem kleinen Eschbachtal hinein nach Ober-Eschbach. An der Alten Weinstraße halten wir uns rechts, knicken vor dem Wasserwerk Ober-Eschbach links ab und wandern oberhalb von Gonzenheim zum Wingertsberg und hinein in den Kurpark Bad Homburg.

Wir erreichen den Kurpark auf Höhe des Kaiser-Wilhelms-Bads, das 1887-90 errichtet wurde. Das Innere beeindruckt durch hohe Räume, die mit kostbaren Fliesen und Mosaiken ausgestattet sind. Vor dem Eingang des Kaiser-Wilhelms-Bads befindet sich ein dreieinhalb Meter hohes Bronzedenkmal für Kaiser Wilhelm I.

Direkt hinter dem Kaiser-Wilhelms-Bad befindet sich die Spielbank Bad Homburg, die 1841 eröffnet wurde und als Mutter der Spielbank in Monte Carlo gilt. Die Spielbank hatten großen Anteil am Aufstieg Bad Homburgs zur Kurstadt, denn die Casinobetreiber investierten ihre Gewinne stark in Infrastruktur: eine Bahnstrecke nach Frankfurt, Straßenbeleuchtung und das Kurhaus beispielsweise.

Vorbei an Elisabethenbrunnen und Konzertmuschel spazieren wir den Old Course entlang, Deutschlands ältesten Golfplatz, 1899 angelegt. Am Ende des Old Course stößt man auf die Russische Kapelle, die 1896-99 mit Goldschmuck und Zwiebeltürmchen erbaut wurde.

Nachdem die Kisseleffstraße passiert ist, spazieren wir weiter durch den Kurpark Bad Homburg auf den Schwanenteich zu. Hinter dem Schwanenteich halten wir uns link auf den Schwedenpfad, der uns zum Kurhaus Bad Homburg. Hier stoßen wir auf die Louisenstraße, die zentrale Flaniermeile in Bad Homburg.

Wir folgen der Louisenstraße nach rechts und halten uns am Laternenfestbrunnen links in die Löwengasse, die uns wieder zum Schloss bringt. Am Ende der Tour lohnt noch ein Blick auf das Sinclair-Haus an der Ecke Löwengasse und Dorotheenstraße. Das Sinclair-Haus wurde 1708 errichtet war 1775 Geburtshaus des Diplomaten Isaak von Sinclair, der als enger Freund Friedrich Hölderlins in die Literaturgeschichte einging. Das baufällige Haus wurde 1978-82 privat saniert und ist seitdem als Ausstellungshaus für Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert überregional bekannt.

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