Ober-Eschbach

Der Eschbach entspringt am Großen Feldberg (881m) und fließt in Ostrichtung dem Frankfurter Stadtteil Harheim zu, wo er nach 18km in die Nidda mündet. Der Eschbach ist damit die südwestliche Begrenzung des Homburger Vortaunus. Ober-Eschbach liegt am Übergang vom Homburger Vortaunus ins Stadtgebiet von Frankfurt am Main und bildet den südlichen Eckpunkt des Gebiets vor der Feldberg-Region.

Ober-Eschbach ist seit 1972 ein Stadtteil von Bad Homburg. Vorher residierte der Ortsbürgermeister im alten Rathaus, das eigentlich eine alte Petruskirche ist, deren Vorgängerbauten sich bis in 11. Jahrhundert verfolgen lassen. Nach der Reformation wurde die Kirche evangelisch-lutherischen und dann ab 1596 reformierten Bekenntnisses. 1824 wurde die Kirche profaniert und der Ortsgemeinde als Rathaus überlassen, mit der Auflage, den Turm zu erhalten.

Grund für diese Großzügigkeit war die Tatsache, dass die evangelisch-lutherischen Christen bereits 1730 eine zweite Kirche gebaut hatten, die 1767 ihren Zwiebelturm und 1787 den Rundchor erhielt. Mit Zusammenlegung der reformierten und der lutherischen Gemeinde, wurde dann nur noch eine Kirche benötigt, und das war und ist die heutige Pfarrkirche Zur Himmelspforte. Als besondere Kunstgegenstände birgt die Ober-Eschbacher Himmelspforte Kanzel und Altar aus der Hanauer Fürstenkirche.

In den Jahren 2003-06 erhielt der Ober-Eschbacher Friedhof eine repräsentative Ummauerung aus grobem Naturstein, die optisch an die zum Teil noch vorhandene spätmittelalterliche Ringmauer im Ortskern anknüpft. An diese alten Reste der Dorfbefestigung schließt sich der Haingraben an, der in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts angelegt wurde.