Rott (Hennef)

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Nashörner, Kohlenschweine, Pfeifhasen und Flughörnchen machten es sich vor 25 Millionen dort bequem, wo heute der zu Hennef gehörende Ort Rott liegt.

Wahrscheinlich bereits seit dem Mittelalter bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhundert wurde in Rott feinschichtige Blätterkohle abgebaut. Erste Fossilien wurden dabei schon 1789 von dem Siebengebirgs-Forscher Carl Wilhelm Nose entdeckt und dokumentiert.

Vor 25 Millionen Jahren, im Oberoligozän, befand sich an der heutigen Stelle Rotts ein großer See, dessen Schlammschichten viele Abdrücke von Pflanzen und auch Tieren konserviert haben. Selten lassen die Bedingungen die zeitgleiche Konservierung von Flora und Fauna zu. Hier in Rott ist das aber geschehen, so dass sich ausnahmsweise eine genaue Zuordnung von Pflanzen- und Tierarten einer Epoche durchführen lässt.

Die Bedeutsamkeit der Funde der Fossillagerstätte Rott lässt sich ermessen, wenn man bedenkt, wo die Fossilien heute ausgestellt werden, nämlich u.a. im Los Angeles Country Museum of Natural History, im Natural History Museum in London, im Institut für Paläontologie der Universität Bonn und im Senckenberg-Museum der Stadt Frankfurt.

Nicht ganz so alt, aber ebenfalls historisch interessant ist der 1832 errichtete Telegrafenturm im benachbarten Ort Söven. Er war Station Nummer 54 auf der Strecke von Berlin nach Koblenz, die zwischen 1832 und 1849 allein mit optischen Signalen überbrückt wurde. Heute wird er als Wohnhaus genutzt.

Zwischen Rott, Söven und von Geistingen betreibt der Golfclub Rhein-Sieg auf 75ha einen Golfplatz. Birken, Buchen, Pappeln, vereinzelte Obstbäume und Mischwald prägen das Gesicht der Anlage mit ihren 53 strategisch gut platzierten Bunkern und Teichen. Ein kleiner 4-Lochplatz kann auch von Anfängern ohne Clubmitgliedschaft genutzt werden.