Rospebachtal

Der knapp 8km lange Rospebach fließt parallel zu Strombach und Seßmarbach der Agger zu. Seine Quelle liegt am Südhang der Arzhöhe (351m) bei Herreshagen. Von hier fließt er über Wasserfuhr, Gummersbach, Rospe und Mühle nach Vollmerhausen, wo der Rospebach in die Agger mündet.

Über dem linken Ufer des Rospebaches auf Höhe von Rospe treffen Wanderer auf einen sagenumwobenen Ort: das Rosper Zwergenloch. Der Legende nach endet hier ein unterirdischer Fluchtweg, der bis unter das Vogteihaus in Gummersbach führen soll. Tatsächlich ist das Rosper Zwergenloch eine von vielen Karsthöhlen der Region, zu der bisher keine Verbindung entdeckt wurde. Im Zweiten Weltkrieg nutzte man das Rosper Zwergenloch vorübergehend als Schutzraum.

An der Rospe ist noch eine Mühle aktiv, die Rosper Wassermühle, die vermutlich bereits um 1700 erbaut und in den 1960er restauriert wurde.

Von Vollmerhausen, dem Mündungsort des Rosepebachs in die Agger, behauptete der Volksmund, es liege in Haferspanien. Mit Haferspanien wurde das Oberbergische Land als vergleichsweise arme Region bezeichnet, auf dessen steinigen Äckern nur wenig wuchs – außer eben Kartoffeln, Hafer und Buchweizen. In solch weniger begüterten Regionen entstanden oft Spinnereien und Webereien als Zubrot für die Bevölkerung. Die Textilindustrie entwickelte sich im 19. Jahrhundert zum wichtigen Erwerbszweig im Agger-Bergland.