Rehe (Westerwald)

Rehe verdankt seinen Ortsnamen dem in der Nähe – zwischen Homberg und Waldaubach – entspringenden Rehbach, dem längsten Zufluss der Dill im Hessischen Westerwald. Unterhalb von Rehe speist der Rehbach die Krombachtalsperre und den Großen Weiher in Driedorf und mündet schließlich im Süden von Herborn in die Dill.

Das historische Rathaus in Rehe zählt zu den wahrscheinlich häufigsten Fotomotiven, die mit dem Westerwald in Verbindung gebracht werden. Mit dem Bau wurde 1738 begonnen, um eine Schule in Rehe zu haben. Neben den Klassenzimmern wurden im Erdgeschoss Gemeinderäumlichkeiten geschaffen. Im ersten Stock richteten die Bauherren einen Betsaal ein. Dieser wurde 1741 durch einen evangelischen Gottesdienst eingeweiht. Der Betsaal enthält Bänke und Kanzel in typischer Westerwälder Volkskunst. Von außen ist neben den beachtlichen Schnitzarbeiten im Fachwerk die prächtige Eingangstür des alten Rathaus sehenswert.

Von Rehe aus kommt man gut an den rheinland-pfälzischen Teil der Krombachtalsperre und das dort eingerichtete Vogelschutzgebiet. Eine Möglichkeit die Natur zu erleben, ohne zu stören, bietet der rustikale Holzaussichtsturm mit Infotafeln.