Raukweg


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 25 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 11 Min.
Höhenmeter ca. ↑640m  ↓640m
Der Raukweg ist durchgängig mit einem Doppelbalken markiert

Die Volme markiert die natürlich Grenze zwischen Bergischem Land im Westen und Sauerland im Osten. Auf der Schnittfläche beider Wanderregionen liegt im oberen Volmetal die Stadt Kierspe. Das Wappentier der Stadt ist der Rabe, den man hier auch Rauk nennt. Daher wurde der 2006 eingerichtete Rundweg um Kierspe Raukweg getauft, wenngleich die Wegmarkierung nur ab und an den Raben zeigt, durchgängig jedoch vom Sauerländischen Gebirgsverein mit einem weißen Doppelbalken auf schwarzem Grund markiert ist.

Startpunkt des Raukwegs ist der Montignyplatz am Springerweg direkt beim Rathaus von Kierspe. Von hier geht es über den Lauseberg (415m) hinein ins Tal der Volme, einem 51km langen Zufluss der Ruhr. In einem kleinen Knick geht es südwärts zum Dörfchen Vorderster Berg. Hier kann man – kulturgeschichtliches Interesse vorausgesetzt – einen kleinen Abstecher über den A1-Weg zum Schleiper Hammer machen.

Das genaue Alter des Schleiper Hammers ist unbekannt. Man fand auf dem Gelände Reste einer alten Eisenhütte aus dem 13. Jahrhundert. Heute ist der Schleiper Hammer ein kleines Industriemuseum, in dem man u.a. erleben kann, wie der Werkstoff Bakelit verarbeitet wird. Bakelit war ein wichtiger Kunststoff in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und die deutschen Hochburgen der Bakelitindustrie waren Kierspe und Lüdenscheid.

Lässt man den Abstecher aus, geht es über die Weiler In der Mark und Neuebrücke wieder ins Volmetal und hinauf ins Erholungsgebiet am Arney (465m). Über Beerenburg führt der Raukweg nach Lingese, das im Tal des gleichnamigen Bachs liegt. Die Lingese fließt auf gut 7km der Wupper zu und markiert dabei die Grenze zwischen Märkischem Kreis und Oberbergischem Kreis.

Jetzt geht es wieder nordwärts hinauf auf den Wienhagen (479m). Der wird seit 1929 von dem Wienhagen-Aussichtsturm gekrönt, der im Jahr 2000 von Kiersper Bürgerinnen und Bürgern und Eigenleistung des Sauerländischen Gebirgsvereins in Kierspe renoviert wurde. Besonders sehenswert ist neben der Aussicht auch der Aufstieg im Turm: Die Innenwände malte der Kiersper Künstler Werner Baumgart unter dem Motto „Lauf durch die Zeit“. Dadurch ist der Turm ein echtes Gesamtkunstwerk geworden.

Über Elbringhausen und Eltinghausen erreicht der Raukweg das Tal der Kerspe, einem 13km langen Wupperzufluss, der bei Kierspe entspringt. Über den Stadtteil Auf der Mark kommt der Raukweg dann zum Fritz-Linde-Stein. Das Denkmal erinnert an den Kiersper Heimatdichter Fritz Linde (1882-1935), der seine Werke in Sauerländer Mundart verfasste.

Über Wolzenburg führt der Raukweg dann zum Naturdenkmal Thingslinde, einem alten Gerichtsbaum an der mittelalterlichen Landstraße von Amsterdam nach Frankfurt am Main. Über die Thingslindenstraße führt der Raukweg jetzt wieder nach Kierspe hinein.

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