Radioteleskop Effelsberg


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Am Westhang des Hühnerbergs (398m), dessen Gipfel bereits in Rheinland-Pfalz liegt, wurde 1968-71 das Radioteleskop Effelsberg errichtet. Ein Radioteleskop dient der Erforschung von Signalen aus dem All und das Radioteleskop nahe des Bad Münstereifeler Stadtteils Effelsberg war von der Inbetriebnahme bis zum Jahr 2000 weltweit das größte Radioteleskop. Forscher aus aller Welt nutzen bis heute das Radioteleskop Effelsberg, das zum Max-Planck-Institut für Radioastronomie mit Sitz in Bonn gehört.

Das Radioteleskop Effelsberg befindet sich auf 319m Höhe, steht auf einem Ringfundament, hat einen erstaunlichen Durchmesser von 100m und ist frei schwenkbar. Rund 3200t bringt das Radioteleskop auf die Waage. Durch die riesige Oberfläche kann es auch sehr schwache Signale aus dem Universum empfangen. Im Juli und August jeden Jahres kann man bei relativer Windstille einen Maler dabei beobachten, wie er in schwindelnder Höhe das Teleskop weiß streicht. Weiß strahlt die Wärme ab. Würde der Aluminiumparabolspiegel sich durch Hitze verformen, wären die Messungen ungenauer.

Am Fuß des Radioteleskops hat das Max-Planck-Institut einen Informationspavillon eingerichtet. Dort gibt es Materialien, Bild- und Videopräsentationen und, sofern durch Baumaßnahmen nicht verhindert, eine automatische Ton- und Bildvorführung auf einem Bildschirm unterhalb des Pavillons.

Das Radioteleskop Effelsberg ist übrigens manch einem bekannt, denn es war das werthöchste (500 Pfennig) Motiv der Dauerbriefmarken Industrie und Technik, die von 1975 bis Anfang der 1990er Jahre aufgelegt wurden. Insgesamt 144 Millionen Briefmarken mit dem Radioteleskop Effelsberg als Motiv wurden in dieser Zeit gedruckt – öfter wurde wohl kein Eifelmotiv bislang verbreitet!

Natürlich empfiehlt sich auch ein Besuch des Aussichtsplateaus mit guter Sicht und prima Fotomöglichkeiten auf das Radioteleskop und Einstiege in verschiedene Wanderungen. Da wäre der 800m kurze Spazierweg des Planetenwanderwegs mit der Station Zwergplanet Pluto, der Milchstraßenweg nach Burgsahr oder der 2,6km lange Galaxienweg zur Martinshütte, auf halbem Weg nach Kirchsahr.

In Effelsberg selbst wird das Ortsbild von der 1881-83 erbauten katholischen Pfarrkirche St. Stephan geprägt. Die neugotische Pfarrkirche St. Stephan hat einen vorgesetzten Turm mit einem schlanken Pyramidenabschluss. Der Saal wurde mit einem eingerückten Chor und 5/8 Schluss errichtet. Aus der neugotischen Zeit stammt der Aufsatz des Hochaltars, das Gestühl und der Taufstein.

Folgt man von Effelsberg der Landstraße nach Bad Münstereifel, kommt man nach Scheuerheck. Hier ist die Donatuskapelle sehenswert. Das kleine weiß verputzte Kapellchen mit Dachreiter wurde 1700 gebaut. Die Reliquie darin kam 1649 von Rom und über die Jesuiten nach Münstereifel und findet sich heute darin. Donatus wird übrigens als Schutzheiliger bei den Unwettern Donner, Blitz und Hagel um Behütung angerufen.


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