Rösrath-Brand

Ein kleines Stück der Wahner Heide gehört bereits zum Stadtgebiet von Rösrath. Die Agger bildet hier die natürliche Grenze zwischen Oberbergischem Land und Sieg-Bergland. Westlich der Agger liegen die kleinen Ortschaften Brand, Hasbach, Hülsen, Schefferei und Stephansheide. Für Wanderer, die die Wahner Heide entdecken möchten, gibt es das Informationszentrum Turmhof. Es besteht neben dem hundert Quadratmeter großen Ausstellungsraum aus einem Hofladen, einer umfassenden Bibliothek zur Wahner Heide und der Bergischen Greifvogelwarte.

Mehrere kleine Teiche liegen auf Rösrather Grund in der Wahner Heide. Neben den Angelteichen des Fischereivereins Köln-Mühlheim und dem Förstchenteich südlich von Schefferei ist das auch der kleine Kalmusweiher bei Stephansheide.

Direkt unterhalb des Kalmusweihers liegt das Kinder- und Jugenddorf Stephansheide, das 1951-54 auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Hoffnungsthal errichtet wurde. Im Kriegsgefangenenlager Hoffnungsthal waren russische, polnische, französische, italienische, britische und amerikanische Kriegsgefangene untergebracht, an die noch heute ein Kriegsgräberfriedhof am Kalmusweiher erinnert. 1945 marschierten die Amerikaner in Rösrath ein und lösten das Kriegsgefangenenlager Hoffnungsthal auf; 1500 Insassen konnten befreit werden.

Im Kinder- und Jugenddorf Stephansheide gibt es auch eine eigene Kapelle, die Stephanuskapelle. Die schlichte Saalkirche ist ein Fachwerkbau, ausgemauert mit Ziegelsteinen. Der Bau wird geprägt von einem tief heruntergezogenen Satteldach. 1993 richtete der Geschichtsverein Rösrath mit Hilfe ehemaliger polnischer Lagerinsassen eine Gedenkausstellung zum Gefangenenlager ein.