Puhlbruch

Von der Silberkuhle (515m) bis oberhalb von Eckenhagen zieht sich am Übergang vom Bergischen Land ins Sauerland der Staatsforst Puhlbruch. Auf 340ha ist der Puhlbruch seit 2008 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, das größte Schutzgebiet im Oberbergischen Kreis. Und nicht nur das: Hier befindet sich seit 1976 auch die einzige Naturwaldzelle im Sieg-Bergland. Auf knapp 17ha wird hier der Buchenwald sich selbst überlassen und nicht mehr forstwirtschaftlich gepflegt.

Das Naturschutzgebiet Puhlbruch-Silberkuhle stellt einen wichtigen Lebensraum für seltene, gefährdete Vögel, Amphibien, Fische, Insekten, Fledermäuse, Moose und Flechten dar. Besenheide, Arnika, Wollgras und Knabenkraut sind hier ebenso heimisch wie Neuntöter, Eisvogel, Grasfrosch, Rauhfußkauz und Wasseramsel.

Schon früh – 1965 – richtete die Waldjugend aus dem kleinen Ort Windfus im Puhlbruch einen Waldlehrpfad ein, der Besucher anhand aufgestellter Schilder und Schaukästen mit Anschauungsmaterial über Landschaft sowie Tier- und Pflanzenwelt der Region informiert. Der Waldlehrpfad besteht aus drei Rundwanderwegen.

Das Waldjugendheim Windfus, mit einer Nutzfläche von 240 qm, wurde ehrenamtlich durch Waldjugend-Mitglieder und ihre Eltern sowie Mitglieder der Dorfgemeinschaft Windfus errichtet. Gleich am Waldjugendheim liegt der Wald der nächsten Generationen, in dem jeweils ein prominenter Gast im Rahmen eines Aktionstages mit Rahmenprogramm einen Baum pflanzt. Zu den Gästen, die bisher am Star-Treff in Windfus teilgenommen haben, zählen Tierforscher Heinz Sielmann, Rudi Völler, Ivan Rebroff, Karlheinz Böhm, Rudolf Schock und Rüdiger Nehberg.